Archive for Juni, 2009

Haikus und Tankas, Jotin, 29. Juni bis 19. Juli 2009: Die Gegengabe des Göttlichen, wenn Menschen ihm Opfergaben darbringen – im Shintoismus und im Christentum! / Sichtbare und verborgene Merkmale des Shintoismus!

Montag, Juni 29th, 2009

Die Gegengabe des Göttlichen, wenn Menschen ihm Opfergaben darbringen – im Shintoismus und im Christentum! / Sichtbare und verborgene Merkmale des Shintoismus!

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Germanische Priesterin bringt Freya, der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit, ein Trankopfer dar!

Germanische Priesterin bringt Freya, der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit, ein Trankopfer dar! (eigenes Foto)

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Torii am Fuß des Mount Nantai! 

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Torii am Fuß des Mount Nantai! (eigenes Foto)

Das Haupt-Erkennungszeichen eines jeden Kami-Schreines ist ein symbolisches Tor, das Torii. Wer durch das Torii hindurch geht, tritt in den  heiligen Bereich des Schreines ein.
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Die Gegengabe des Göttlichen, wenn Menschen ihm Opfergaben darbringen – im Shintoismus und im Christentum! 

Sichtbare und verborgene Merkmale des Shintoismus!

Der Shintoismus ist die ursprünglich in Japan vorherrschende Religion. Er ist insbesondere geprägt von seiner Naturverehrung, in der Ästhetik, d.h. Schönheit, Gesetzmäßigkeit und Harmonie, eine Rolle spielen. Die Blütenschau im Frühjahr, insbesondere die Kirschblütenschau sowie Ikebana, das Blumenstecken, sind Beispiele hierfür. Die Menschen sollen nicht im Gegensatz zur Natur handeln. Alle Dinge und Phänomene der Natur sind beseelt, die belebten wie die unbelebten.

Wer feinstoffliche Radiästhesie betreibt, kann die Erfahrung der Allbeseeltheit leicht machen. Man kann sogar die Beseelung aus einem Gegenstand herausnehmen. Er lässt sich dann nicht mehr muten. Im Schamanismus weiß man, dass die Seelen von Organen  oder auch von anderen Teilen des menschlichen Körpers verloren gehen können und dass dies zu Krankheiten führt. Die Seelenteile müssen dann zurück geholt werden.

Der Shintoismus lehrt bekanntlich die Existenz von vielen Göttern, den Kami und den Schutzgeistern, die alle ihre speziellen Aufgaben haben oder bestimmte Orte, wie die Kreuzungen von Energie-Linien, bewohnen.Es gibt Gottheiten des Wassers, des Windes, der (wilden) Tiere und der Menschen, Gottheiten der Sonne, des Mondes und der Sterne. Dass alle diese Wesen existieren, stimmt mit den Beobachtungen des Autors und vieler anderer Menschen überein. Der Autor unterscheidet zwischen den Hütergeistern der Pflanzen, Tiere und Menschen und Naturgeistern, die ihre Energien aus Naturphänomen beziehen, wie den Vorgängen, bei denen Bewegungs-Energie in Wärme-Energie umgewandelt wird, wie dies z.B. bei den Bewegungen von Wind und Wasser der Fall ist.

Insbesondere Wasser-Wesen gibt es in großer Zahl, nicht nur die Nixen und Nymphen. Eine große Zahl von Wasser-Wesen gibt es einmal wegen der vielfältigen Lebensformen im Wasser, zu denen auch die Wasserpflanzen, Algen und Bakterien im Schlamm gehören, zum anderen wegen der Strömungs- und Wellenbewegungen des Wassers. Wenn Wind das Wasser kräuselt, dann gibt es ein Wasser-Wesen, das sich wie eine Flunder in die Kräuselbewegung des Wassers an der Oberfläche ausdehnt und die Energie dieser Bewegung aufnimmt. Dieses Wesen ist auch zur Stelle, wenn man einen Stein ins Wasser wirft, um die daraus resultierende Energie aufzunehmen.

Berge sind beseelte Wesen. Das war auch in unserem westlichen Kulturkreis bekannt. Meister Johannes, dem Berggeist aus dem Riesengebirge, wurde auf dem Marktplatz der tschechischen Stadt Trutnov (ehemals Trutenau) sogar ein Denkmal gesetzt. Trutnov gilt als das Tor zum Riesengebirge. Der Berggeist aus dem Riesengebirge ist unter einem anderen Namen als „Meister Johannes“ besser bekannt. Aber der Berggeist mag es nicht, wenn man ihn mit diesem Namen ruft. Die Fähigkeit dieses Berggeistes, den Geist eines Wanderers zu verwirren, kann sich dann negativ auswirken.

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Mount Nantai, ein 2486 m hoher Strationvulkan im Nikko National Park, ist einer der heiligen Berge Japans.

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Mount Nantai,, ein 2486 m hoher Strationvulkan im Nikko National Park, ist einer der heiligen Berge Japans. Als prominente Landmarke kann er an klaren Tagen bis zu 100 km entfernt gesehen werden, darunter von der Pazifik-Küste her. Der Aufstieg zum Gipfel beginnt durch das Torii des Futurasan Chugushi Schreins. Das Tor ist offen zwischen dem 5. Mai und 25. Oktober. Vom 1. bis 7. August ist der Berg das Ziel Tausender von Pilgern. Auf dem Gipfel, der einen Krater aufweist, gibt es einen weiteren Schrein. Wegen seiner Ähnlichkeit mit Mount Fuji wird Mount Nantai auch der Fuji von Nikko genannt.

Der Gipfel des Nantai San ist wenigstens seit dem vierten Jahrhundert das Ziel von Shinto-Pilgern. Lokale Legenden erzählen von einem kraftvollen Berggeist, der Einsiedler und Mönche bei ihrer spirituellen Verwirklichung unterstützt. Seit dem achten Jahrhundert ist der Berg ebenfalls bevorzugtes Ziel buddhistischer Mönche, die hier in der Abgeschiedenheit meditieren. (Foto Christine Lehmann)
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Lake Chuzenji am Fuß des Mount Nantai!

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Lake Chuzenji am Fuß des Mount Nantai (Foto Christine Lehmann)

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Um einen Berg wie den Mount Nantai, der hier abgebildet ist, kreist ein Wesen, das die Energien des Steinschlags aufnimmt und über dem Mount Nantai residiert ein Shinto-Schutzgeist. Der Erd-Geist im Mount Nantai lässt sich als Kami ansprechen. Der Rang des über dem Berg residierenden Schutzgeistes liegt darüber und der Rang des um den Berg kreisenden Wesens darunter. Die japanischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. In geringerer Tiefe als in nicht vulkanischen Gebieten halten sich deshalb hier Feuergeister auf. Das ist auch beim Mount Nantai der Fall, der als aktiver Vulkan gilt. An der Spitze der Feuergeister unter dem Mount Nantai steht wiederum ein Shinto-Schutzgeist. An den Shinto-Zeremonien auf dem Gipfel des Mount Nantai nehmen sowohl der Shinto-Schutzgeist über dem Berg, der Kami im Berg als auch der Shinto-Schutzgeist aus dem Berg-Massiv unter dem Mount Nantai teil.

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Schrein und Bild eines Berg-Kami beim Kegon Wasserfall im Nikko-Nationalpark

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Schrein und Bild eines Berg-Kami beim Kegon Wasserfall (eigenes Foto)

Der Kegon Wasserfall, einer der berühmtesten und stärksten Wasserfälle Japans!

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Der Kegon Wasserfall ist einer der berühmtesten und stärksten Wasserfälle Japans. Er fällt 97 m tief von Lake Chuzhen zu den Felsen darunter. Der Wasserfall bildete sich, als Lava-Flüsse den Daiya River umleiteten. Etwa auf halber Höhe hält sich ein Wasser-Wesen auf, das von der feinstofflichen Energie lebt, die beim Herabstürzen des Wassers freigesetzt wird. (eigenes Foto)

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Der Kegon Wasserfall, Teil-Ansicht! 

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Der Kegon Wasserfall, Teil-Ansicht ( Foto Christine Lehmann)

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Basaltsäulen am Kegon-Wasserfall!

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Basaltsäulen am Kegon-Wasserfall! (eigenes Foto)

Mit der Liebe verbundene Wesen sind die schönen Töchter der Aphrodite. Sie gehen beim Liebesakt in die Körper der Liebenden hinein. Ohne sie ist der Liebesakt weniger als halb so schön. Natürlich gibt es auch Wesen des Zorns, des Hasses und des Kampfes usw. Letztere unterstehen Ares, dem griechischen Gott des Kampfes. Und dann gibt es auch noch die Krankheitsgeister. Jede schwere Krankheit hat ihren speziellen Krankheitsgeist, der ein der Krankheit entsprechendes Aussehen hat. Gesehen wird er gewöhnlich nur, wenn er in den Körper eines Menschen hineingeht und wenn er ihn wieder verlässt. Suchtgeister sind krakenartige Wesen, die sehr stark sein können. Die in den Körper hinein gehenden Krankheitsgeister sind keine Kami, wohl aber diejenigen, die in der Hierarchie zwei Ebenen über ihnen stehen. Diejenigen an der Spitze  der Hierarchie lassen sich als Schutzgeister ansprechen.

Wer sind nun die Kami? Es sind die höheren Naturgeister. Die Deva z.B., die über einem Getreidefeld schwebt, lässt sich als Kami ansprechen, nicht jedoch die einfacheren Wesen im Feld selber. Unter dem Feld ist ein Erd-Geist für das Wachstum der Wurzeln zuständig. Auch er ist ein Kami. Der Shintoismus unterscheidet zwischen Kami und Schutzgeistern. Die Schutzgeister sind höhere Wesenheiten als die Kami und lassen sich nicht als Kami ansprechen. 

Heilige Schriften kennt der Shintoismus nicht. Das altjapanische halb-mythologischen Geschichtsbuch Kojiki spielt jedoch eine große Rolle. Es entstand im 8. Jahrhundert als eine Art Reichschronik. Das „Kojiki“ spricht von einer Zeit, da „Gräser und Bäume sprechen konnten“. Natürlich sprechen Gräser und Bäume auch heute noch. Sie haben es nicht verlernt. Es gibt allerdings nicht mehr viele Leute, die ihre Sprache verstehen.  

Auch die eigenen Vorfahren werden im Shintoismus verehrt. Sie sollen die Taten ihrer Nachkommen anleiten. Traditionelle japanische Haushalte haben deshalb einen Familienschrein, an dem sie den Vorfahren entweder täglich oder an Gedenktagen Opfer aus Blumen, Speisen, Getränken und Räucherwerk darbringen. Die Speiseopfer werden anschließend von den Gläubigen verzehrt. Die Familie speist dann sozusagen gemeinsam mit ihren Vorfahren.  

Verehrungszentren sind Großschreine wie der der Reis- und Fruchtbarkeitsgöttin Inari gewidmete Fushimi Inari-Taisha in Kyoto sowie viele kleinere Schreine in ganz Japan. Schreine sind nicht immer Gebäude, sondern oft mit Stricken und freistehenden Toren, den Torii, markierte Gebiete oder markierte Objekte wie Bäume, Gewässer, Felsen oder Berge.

Ein größerer Shinto-Schrein unterteilt sich in Haupt- und Bethalle. Sitz der Gottheit ist die Haupthalle. Sie hält sich hier vorübergehend oder dauernd in einem Gegenstand wie einem Schwert oder einem Spiegel auf. Auf  Prozessionen wird dieser „Leib“ der Gottheit in einem tragbaren Schrein mitgeführt.

Schreine bestehen aus einem Eingangstor, das ist das Torii, Symbol des Shinto überhaupt, aus einem Wasser-Becken zur rituellen Reinigung von Mund und Händen, einem Opferplatz bzw. der Bethalle und der Haupthalle, dem eigentlichen Heiligtum, das von den Gläubigen nicht betreten wird.

Am Eingang kleinerer Schreine hängt eine Glocke oder ein Gong. Der Gläubige schlägt ihn an, um die Gottheit auf sich aufmerksam zu machen. Anschließend betet er. Es wird vor allem um irdisches Glück gebetet, wie Schutz vor Krankheiten und Gefahren, gute Schulnoten, Glück in der Liebe, den Hausfrieden, eine gute Ernte, Wohlstand usw. Desweiteren bittet der Gläubige aber auch um Eigenschaften wie innere Ruhe und Gelassenheit.

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Glocke mit Schnur am Eingang eines kleinen Schreines. Der Gläubige zieht an der Glocken-Schnur, um die Gottheit auf sich aufmerksam zu machen.

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Glocke mit Schnur am Eingang eines kleinen Schreines. Der Gläubige zieht an der Glocken-Schnur, um die Gottheit auf sich aufmerksam zu machen. Anschließend betet er (eigenes Foto).

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Für die Befreiung von Sünde und Schuld, die eine Voraussetzung für Gesundheit ist, sind spezielle Reinigungszeremonien erforderlich. Diese spielen im Shintoismus eine große Rolle.  Der Gläubige soll den Gottheiten in ritueller Reinheit gegenüber treten. Dies wird erreicht durch spezielle Reinigungs-Riten, zu denen u.a. rituelle Waschungen, aber auch Fasten gehört. Voraussetzung für die Begegnung mit  dem Göttlichen ist desweiteren die Reinheit des Herzens, d.h. ein durch Pflichterfüllung, Ehrlichkeit, Treue und Selbstlosigkeit geläuterter Charakter. Das Anstreben und Verwirklichen dieser Eigenschaften sowie der Glaube an das Göttliche und seine „Wahrnehmung“ in allen Aspekten der Welt und des Lebens sind wahrscheinlich die Hauptgründe für so etwas Profanes, wie dass Japan heute eines der sichersten Reiseländer ist, möglicherweise aber auch dafür, dass die Japaner als die Preußen Ostasiens gelten.  

Wo sind die Kami und Shinto-Schutzgeister unter den neun Chören himmlischer Wesenheiten angesiedelt?

Wie der Autor meditativ und radiästhetisch zu erkennen glaubt, ist die Reis- und Fruchtbarkeitsgöttin Inari ein Shinto-Schutzgeist. Sie gehört zur ersten Hierarchie und dort zu den Cherubim, desgleichen der über dem Gipfel des Mount Nantai sowie der im Bergmassiv unter dem Mount Nantai residierende Schutzgeist, der Berggeist im Mount Nantai dagegen, der sich als Kami ansprechen lässt, gehört zur Zweiten Hierarchie und dort zu den Kräften.  In der Bibel sind Cherubim Geistwesen von hohem Rang, die für besondere Aufgaben herangezogen werden. In Gotteserscheinungen sind die Cherubim die Träger Gottes. Sie zeigen die Gegenwart Gottes an. Im Baum der Kabbala sind die hier genannten Shinto-Schutzgeister in der Spitze bei Kether, der Krone, angesiedelt, der Kami aus dem Mount Nantai dagegen in der Sephira Nr. 4 „Chesed (Gnade, Mitleid, Gunst, Treue). 

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DIE NEUN CHÖRE HIMMLISCHER WESENHEITEN

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Wo findet man die Kami und Shinto-Schutzgeister im Baum des Lebens der Kabbala?

Wo findet man die Kami und Shinto-Schutzgeister im Baum des Lebens der Kabbala?

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In Japan leben wahrscheinlich auf die Fläche bezogen mehr Naturgeister als in jedem anderen Industrieland der Erde. Die Gründe hierfür sind folgende: Die japanischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Sie liegen in einer Region, in der vier tektonische Platten aufeinander treffen. Als Folge davon treten häufig Vulkan-Ausbrüche und Erdbeben auf. Die Erde bebt praktisch unaufhörlich. Aufgrund der vulkanischen Aktivität und der tektonischen Verschiebungen sind die Berge meistens ziemlich steil und kaum von Menschen besiedelt. 70% von Japan ist gebirgig und bewaldet. In über der Hälfte Japans sind die Naturgeister also noch weitgehend unter sich. Aus den bewaldeten Bergen kommt eine große Anzahl klar fließender Bäche und Flüsse, die von den unterschiedlichen Arten der Naturgeister des Wassers bewohnt sind. Insbesondere auch wegen der vielen heißen Quellen hat Japan eine Wasser-Kultur. Die Schwingungen bestimmer Kami des Wassers werden von den Menschen als sehr angenehm empfunden. In Vulkangebieten nimmt die Temperatur mit der Tiefe viel schneller zu als in nichtvulkanischen Gebieten. Infolgedessen wird rasch eine Tiefe erreicht, in der eine große Anzahl von Feuerwesen ihr Auskommen findet. Die höheren Ränge dieser Feuerwesen, die Kami und Shinto-Schutzgeister, nehmen an Shinto-Ritualen teil. Die dauernden Erdbeben, bei denen sich aufgrund aufgebauter Spannungen Erdschollen gegeneinander verschieben, bilden außerdem eine Energie-Quelle für eine Art von Naturgeistern, die der Autor „Bebenwesen“ nennen möchte. Da die Erdbeben oft nur Sekunden andauern, dürften sie sich darauf spezialisiert haben, in sehr kurzer Zeit große Mengen an Energie zu absorbieren und auch an die ihnen übergeordnete Wesenheiten abzugeben, da oft mehrere Beben aufeinander folgen. Sie dürften also sozusagen als Meister im schnellen Umgang mit großen Energie-Mengen angesehen werden. Naturgeister inkarnieren auch in Menschen. Das ist auch in Japan bekannt. Die Priesterschaft am Suwa-Taisha, die erblich ist, soll z.B. der Tradition des Schreins nach aus einer Familie kommen, deren Mitglieder aus direkten Nachkommen der hiesigen Kami bestehen. „Bebenwesen“ in Menschen könnten Furcht erregen und zerstören wollen; sie könnten aber vielleicht auch ihren Zorn, ihre Leidenschaften und Angst vor dem Tode besser beherrschen als andere Menschen. Das könnte sie zu großen Kriegern und Feldherrn, aber auch zu Menschen machen, die erfolgreich einen spirituellen Weg gehen und die Erleuchtung erlangen, da sie ja ihre Leidenschaften vielleicht besser beherrschen können. Der Autor glaubt Hinweise darauf zu haben, dass letzteres tatsächlich der Fall ist.

Naturgeister der Blüten und Blumen inkarnieren in Japan häufiger in Menschen als in anderen Ländern. Ursache hierfür dürfte die Naturverehrung im Shintoismus sein, die in der Natur etwas Göttliches sieht. 

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Allee von scharlachroten Torii auf dem Fushimi Inari Berg in Kyoto (eigenes Foto). Die Alleen von Torii sind insgesamt 4 km lang und führen auf die Spitze des Berges.

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Allee von scharlachroten Torii auf dem Fushimi Inari Berg in Kyoto (eigenes Foto). Die Alleen von Torii sind insgesamt 4 km lang und führen auf die Spitze des Berges.

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I Am Shinto-Schrein, hier dem Fushimi Inari Taisha entspricht die große Trommel in etwa den Glocken in christlichen Kirchen!

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Am Shinto-Schrein, hier dem Fushimi Inari Taisha entspricht die große Trommel in etwa den Glocken in christlichen Kirchen: sie ruft zu den rituellen Veranstaltungen. Der monotone Schlag der Trommel wirkt bewusstseinsverändernd, so dass die Grenze zwischen Menschen und Göttern leichter überschritten werden kann. (eigenes Foto)

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Betender Priester in der Bethalle des Fushimi Inari Taisha!

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Betender Priester in der Bethalle des Fushimi Inari Taisha! (eigenes Foto)

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Die Gegengabe des Göttlichen, wenn die Menschen ihm Opfer darbringen!

Im Shintoismus ist es üblich, den Kami und Schutzgottheiten  Speiseopfer darzubringen. Die geopferten Speisen werden anschließend von den Gläubigen verzehrt. Der Autor nahm im November 2008 an einem Ritual zu Ehren der Reis- und Fruchtbarkeitsgöttin Inari in dem Fushimi Inari Taisha in Kyoto als Zuschauer teil. Seine Beobachtungen hat der Autor in einem Weblog Dezember 2008 beschrieben. Es fanden ein Umzug und rituelle Tänze mit musikalischer Begleitung statt. In die Haupthalle, in der die Gottheiten anwesend waren, wurden Schüsseln mit Speisen hinauf getragen: Früchte, Gemüse, Fische, Reis und in weißen Porzellan-Flaschen der Reis Wein Sake. Die Speisen wurden der Schutzgottheit Inari geopfert. In den Speisen war anschließend kein Nahrungs-Chi mehr enthalten. Das Nahrungs-Chi dieser Speisen ließ sich nun in den Wesenheiten wahrnehmen, denen die Speisen geopfert worden waren. Es ließ sich dort mit radiästhetischen Methoden finden. In den Speisen war nach der Opferung an Stelle des Nahrungs-Chi eine Heilkraft enthalten, die allem Anschein nach von den göttlichen Wesenheiten in die Speisen hineingelegt worden war. Diese Heilkraft kam den Gläubigen zugute, welche die Speisen verzehrten.

Die Heilkraft, die in die Speisen hineingelegt worden war, entspricht der Energie des I-Ging-Hexagramms 23) BO mit der Walter-Niesel Affirmation: ICH WEICHE DESTRUKTIVEN KRÄFTEN AUS.   Beim Abendmahl im Christentum ist etwas Ähnliches der Fall. Bei der Wandlung werden Brot und Wein geopfert. Das Brot in der Form von Hostien wird anschließend an die Gläubigen zum Verzehr verteilt. Auch in dem Brot in der Form von Hostien ist nach der Opferung die oben genannte Heilungs-Energie des I-Ging Hexagramms 23) BO enthalten. Diese Heilungs-Energie reinigt von Schuld und anderen seelischen Belastungen. Die Reinigung von seelischen Belastungen ist aber eine Voraussetzung für Gesundheit. (Siehe auch das Weblog vom 13.09.08)

  Zwei Seerosen im EKO-Tempelgarten in Düsseldorf!

 

Haikus und Tankas, Jotin, 08. Juni bis 28. Juni 2009: Wessen Segen ist besonders wirkungsvoll und woran kann man dies erkennen?

Montag, Juni 8th, 2009

Wessen Segen ist besonders wirkungsvoll und woran kann man dies erkennen?

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Segnender Heiliger!

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SERGIUS von Radonesch, Russischer Mönch und Nationalheiliger (1319 bis 1392), lebte nördlich von Radonesch zunächst als Einsiedler im Urwald. An einer Quelle (heute der Ort der Dreifaltigkeitskirche im Dreifaltigkeitskloster zu Sergiev Possad/Sagorsk) baute er mit seinem Bruder eine der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kirche. Sein Ruf als Einsiedler zog Schüler und Gesinnungsgenossen an, die er zuerst zu vertreiben suchte. Schließlich entstand jedoch eine Einsiedlerkolonie. Er wurde zu deren Abt gewählt, nahm die Wahl aber nicht an. Erst nach dem Tod des ersten Abtes entsprach er der neuerlichen Wahl in dieses Amt und erhielt die Priesterweihe. Das Angebot, Metropolit zu werden, lehnt er ab.

Sergius SEGNETE 1378 den Moskauer Großfürsten vor seinem Abwehr-Feldzug gegen die tatarisch-mongolische Goldene Horde. Der Sieg über die Tataren, der den Beginn eines von Tataren befreiten russischen Staates bedeutete, wurde deshalb ihm, Sergius von Radonesch, zugeschrieben. Aber nicht nur deswegen wird er in Russland als Nationalheiliger geehrt. Als Begründer des Dreifaltigkeits-Serius-Klosters (Troitza- Sergieva-Lavra) in Sagorsk bei Moskau und dreißig anderer Klöster wirkte Sergius von Radonesch politisch für die Einheit des Landes. Er gilt als der berühmteste Mönchsheilige der russischen Kirche.Ab 1450 begannen Reliquienverehrung und Wallfahrten. Es wurde regelmäßig von Heilungswundern an seinem Sarg berichtet. Das Dreifaltigkeitskloster ist eines der geistigen Zentren der Russisch-Orthodoxen Kirche. Heute feiert die Kirche sein Fest am 25. September (seinem Todestag) und am 5. Juli (Tag der Übertragung der Reliquien).

Der russische Maler Andrej Rublev war einer der Schüler von Sergius. Rublev schuf für das Dreifaltigkeitskloster die wohl berühmteste russische Ikone – die Heilige Dreifaltigkeit. 

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Ikone der Heiligen Dreifaltigkeit des Andrej Rublew

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Ikone der Heiligen Dreifaltigkeit, Russlands berühmteste Ikone, von Andrej Rublev Ende 14./Anfang 15. Jh. für das von Sergius von Radonesch gegründete Dreifaltigkeitskloster geschaffen (eigenes Foto).

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2001 erhielt der deutsche Mediziner und Ikonen-Sammler Dr. Schmidt-Voigt den „Sergius von Radonesch Orden“ in Moskau von Patriarch Alexej II. Der Orden existiert seit 1978. Er wurde anlässlich der 600 Jahrfeier der oben genannten Schlacht am Don zum ersten Mal verliehen. Schmidt-Voigt sammelte fast 1000 Ikonen. Sein besonderes Augenmerk richtete der ehemalige Chefarzt auf die Verbindung von Medizin und Ikone. Auch für Schmidt-Voigt war sein Helfen vor allem ein Akt der Nächstenliebe. Von vielen seiner russischen Patienten nahm er kein Geld. Einige schenkten ihm aber zum Dank eine Ikone. Seine Sammel-Leidenschaft erwuchs auf folgende Weise: Als Alexej I., damals Patriarch von Russland, den bekannten Herzspezialisten 1964 durch das Kloster Sagorsk führte, fiel der Blick des Arztes auf eine Ikone, die ihn tief bewegte. Sie zeigt die Gottesmutter, die neben dem Bett eines kranken Klerikers steht und ihm aus ihrer entblößten Brust Milch auf das Gesicht spritzt. Alexej I. bemerkte, wie der Arzt von dieser „Heilung“ ergriffen war und schenkte ihm die Ikone. Von da an war der Mediziner von den Ikonen fasziniert und begann sie zu sammeln und zu studieren. Er schrieb mehrere Bücher über sie. 1986 vermachte der Arzt seine Ikonen-Sammlung der Stadt Frankfurt, die die Exponate im neu gegründeten Ikonen-Museum ausstellte. Die Sammlung wurde erweitert, so dass dieses Museum heute eine der hochwertigsten Ikonen-Sammlungen der westlichen Welt besitzt. 

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Wessen Segen ist besonders wirkungsvoll und woran kann man dies erkennen?

Der Segen eines Heiligen!

Der Segen eines Heiligen, wie der von Pater Pio oder der des Sergius von Radonesch, hat eine größere Kraft als der eines normalen Menschen.Warum ist dies so? Die Ursache liegt darin, dass in allem, was heilig ist, eine besonders wirkungsvolle Kraft lebt. Das erfüllt sein mit Kraft gilt überall auf der Welt als das Wesentliche des Heiligen.Es gibt nicht nur den Glauben an das Heilige, das Heilige ist vielmehr etwas Objektives und existiert unabhängig vom Glauben. Die Kraft des Heiligen ist mit einem gewissen Anteil auch in den Dingen vorhanden, die mit dem Heiligen zu tun haben, wie z.B. in den Reliquien der Heiligen, den Ikonen und den Heiligen-Medaillen. Heilige sind Menschen, welche die Kraft des Heiligen über die Menge emporhebt. Wegen dieser Kraft werden sie vom Volk verehrt. Von den Anfängen der Heiligen-Verehrung an wird immer wieder die besondere Kraft erwähnt, die mit den Heiligen und ihren Reliquien verbunden ist.

Nach christlichem Glaubensverständnis soll in den Heiligen Gott verehrt werden. Von jeher besteht aber die Anschauung, dass die Heiligen als besonders machtbegabte Wesen von sich aus den Menschen helfen können. Ihre Kraft wirkt nicht nur zu ihren Lebzeiten, sondern auch noch über den Tod hinaus. Heilige verfügen über die Kraft der Heiligkeit auch noch, nachdem sie auf die andere Seite hinüber gewechselt sind.

Im Buddhismus werden Buddha und die Bodhisattvas (Erleuchtungswesen) als Heilige verehrt. Auch die Reliquien Buddhas, vielfach verteilt, werden kultisch verehrt.

Die Kraft, über welche die Heiligen verfügen, legen sie auch in ihre Segen hinein.

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Die fünf großen Könige des Wissens in der über 1100 Jahre alten buddhistischen Klosteranlage Daigo-ji im Süden der alten Kaiserstadt Kyoto.

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Die fünf großen Könige des Wissens in der über 1100 Jahre alten buddhistischen Klosteranlage Daigoji auf dem Berg Kasatori im Süden der alten Kaiserstadt Kyoto. Zwei von ihnen sind mit einem Heiligenschein ausgestattet (eigenes Foto). Vor den der fünf Königen des Wissens liegen Schöpflöffel aus Bambus. Abgesehen davon, dass man sie für die eigene Reinigung verwendet, wird mit ihnen Wasser über die geweihten Statuen gegossen. Dies ist als Trankopfer oder Libation eine Form des Opfers.

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Der mittlere der fünf großen Könige des Wissens (eigenes Foto)

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Der mittlere der fünf großen Könige des Wissens, ausgestattet mit einem Heiligenschein (eigenes Foto)

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Heilige, gleich welcher Religion, werden auf Abbildungen wie der Heilige Sergius von Radonesch oder zwei von den großen Königen des Wissens oben vielfach mit einem Heiligenschein dargestellt. Was hat es mit diesem Heiligenschein auf sich? Handelt es sich dabei um etwas Symbolisches oder liegt ihm etwas objektiv Vorhandenes zugrunde?

Die Antwort lautet, dass der Kopf eines Heiligen tatsächlich von einer kugelförmigen Aura eingehüllt wird. Der Heiligenschein kann in herabgesetztem meditativem Bewusstseinszustand vor allem dann wahrgenommen werden, wenn der Heilige betet, meditiert oder segnet, also bei Handlungen, bei denen er seine besonderen Kräfte einsetzt. Der Heiligenschein ist eine Art feinstoffliches „Licht“ mit einem hellen Kern. Wenn ein Heiliger seine besonderen Kräfte einsetzt, so verstärkt sich dieses „Licht“. Der helle Kern im Zentrum dehnt sich aus und erhöht seine Strahlkraft um ein Vielfaches. Die Abbildung eines Bodhisattvas unten, in welcher der Heiligenschein einmal groß und einmal klein gezeichnet ist, soll dies veranschaulichen.

Bei der Übertragung der Heilenergie Reiki sind die Verhältnisse ähnlich. Sobald jemand mit einer Reiki-Einweihung um Reiki bittet, wird sein Kopf  von einer kleinen „Lichtkugel“ eingehüllt. Wenn er dann einem Patienten die Hand auflegt und mit der Übertragung der Heilenergie Reiki beginnt, dehnt sich diese „Lichtkugel“ um seinen Kopf aus und beginnt heller zu strahlen. Wenn er die Behandlung beendet und für Reiki dankt, verschwindet die „Lichtkugel“ um seinen Kopf auch in seiner abgeschwächten Form wieder vollständig. Der Heiligenschein eines Heiligen ist demgegenüber auch in seiner „Ruhe-Form“  vorhanden. 

Wer die Reiki-Einweihung erhalten kann, kann versuchen, die seinen Kopf einhüllende Lichtkugel im Spiegel zu beobachten. Dies gilt auch für langjährig Meditierende. Diese wissen vielfach gar nicht, dass sie über die besondere Kraft der Heiligkeit verfügen, die ihrem Segen eine große Kraft verleiht.

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Buddhistischer Mönch mit Heiligenschein, ruhend und aktiviert!

Leben in der heutigen Zeit auch noch Menschen, die über die Kraft der Heiligkeit verfügen?

Diese Frage ist zu bejahen, wenn diese Menschen in der Regel auch nicht als Heilige bezeichnet werden. Zu den Menschen, die über die Kraft der Heiligkeit verfügen, gehören nach den Beobachtungen des Autors u.a. Zen-Meister, langjährige Zen-Meditierende, Mönche und Priester,gleich welcher Richtung, die ihren Weg ernst nehmen und schon länger initiiert sind, indische Yogis usw. Das prominenteste Beispiel eines lebenden Menschen, der über die Kraft der Heiligkeit verfügt, ist nach Auffassung des Autors der Dalai Lama. 

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Roter Fingerhut sieht sich hier grüne Fichten-Zapfen an! (eigenes Foto)