Archive for November, 2010

Haiku und Tanka, Jotin, 22.11. bis 12.12. 2010: Heilungen von der Ebene des Schöpfers aus / Himmelswanderungen und die Verwendung der Glorie!

Freitag, November 19th, 2010

Heilungen von der Ebene des Schöpfers aus / Himmelswanderungen und die Verwendung der Glorie!

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Heilungen von der Ebene des Schöpfers aus / Himmelswanderungen und die Verwendung der Glorie! 

Die Himmelswanderungen des Rabbi Akiba:

Etwa ab dem 2. Jahrhundert waren Menschen in der jüdischen Welt bestrebt, sich auf eine unmittelbarere Weise dem Schöpfer anzunähern, als dies traditionell möglich war. Es bildeten sich Gruppen, die erkannten, dass diese Annäherung im Kern nicht auf intellektuelle Weise geschehen könne. Inspiriert von den Lehren der Schule des Rabbi Akiba, entwickelten sie eine spezielle Mystik, die Hechaloth- oder Merkaba-Mystik. Akiba und seine Schüler unternahmen Himmelswanderungen, um die Kluft zwischen Schöpfer und Mensch zu überwinden. Die Himmelswanderungen führten sie durch die sieben Himmel mit ihren je sieben himmlischen Hallen oder Palästen, insgesamt also 49. Ihr Ziel war das visionäre Erschauen Gottes auf dem Thron der Glorie, der Merkaba, dem Thronwagen in der Vision des Ezechiel.Das Wort Mer-Ka-Ba ist anscheinend ägyptischen Ursprungs. Nach einer Übersetzung aus der 18. Dynastie bedeutet MER rotierende Lichtfelder, KA den Geist und BA die Seele. Die himmlischen Hallen bzw. Paläste, welche die Seele des Mystikers auf dem Weg zum Thron ”durchschreitet”, sind die Hechaloth. Die Mystiker wollten diesen Aufstieg der Seele durch die Hechaloth bis zur Merkaba üben. Der Aufstieg galt als gefährlich. Die Seele droht an den Torschwellen in Wirbel von Feuer hineingerissen zu werden. Wichtig ist, dass sie über ihre geheimen Namen verfügt, die sie den ”Torwächtern” an den Pforten der himmlischen Hallen nennen muss. (Die Teilnehmer an Seminaren über die russischen Heilmethoden sollten ja auch nach ihrem geheimen Namen forschen.) Rabbi Akiba warnte seine Schüler auch, nicht dort einzutreten, wo es ihnen nicht gestattet ist. In der Hechaloth und Merkaba Literatur werden die visionär geschauten Himmel und Paläste, besonders der siebte Palast, in welcher der Thron steht, ausführlich beschrieben. Die verwendete Sprache ist poetisch und steigert sich oft zu Hymnen zum Preis des Ewigen. Die Hymnen, von denen einzelne ihren Weg in die jüdischen Gebetsbücher gefunden haben, sollten etwas von dem Glanz der Majestät des heiligen Königs und Weltenschöpfers widerspiegeln. Eine von Hymnen getragene Merkaba-Schau stand besonders bei den späteren Himmelsreisen im Vordergrund. Aber im Anfang wird auch ein Erforschen und ein Verständnis der Glorie angestrebt und Rabbi Akiba wird sogar für würdig befunden, die Glorie zu „verwenden“.

 

 

 

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In den Augen des Autors stellen die Schöpferworte der russischen Heiler ebenfalls eine Verwendung der Glorie des Schöpfers dar, wenn es z.B. heißt „im Lichte des Schöpfers und vor dem Hintergrund der Seele des Schöpfers“ und wenn eine Heilung oder ein anderes Anliegen in das Jetzt mit Tag, Jahr Uhrzeit sowie in die Unendlichkeit der Seele, die Ewigkeit gestellt wird, bis Heilung eintritt oder ein anderes Ziel erreicht ist. Oder wenn man in der Vorstellung das goldene Licht des Schöpfers auf etwas scheinen lässt, dass man heilen möchte. Die Schöpferebene wird mit Schöpferworten oder der Vorstellung, dass das Licht des Schöpfers auf etwas Dunkles, Fleckiges fällt, das wieder hell und heil werden und zur Norm zurückkehren soll, in eine Heilung oder ein anderes Anliegen einbezogen.  Der Autor fragte sich, ob es nicht möglich sei, ähnlich wie die Merkaba-Wanderer auf die Schöpfer-Ebene zu gelangen, um dann unmittelbar von der „Quelle“ aus, Heilung zu bewirken. Ihre Himmelswanderungen erinnerten ihn stark an schamanische Reisen in die Oberwelt, von denen er im Rahmen einer Ausbildung in Schamanismus einige unternommen hatte. In einem meditativen Bewusstseinszustand war es vielleicht möglich, auf die Schöpfer-Ebene zu gelangen. In der Lectio divina der christlichen Mönche soll es in der Kontemplation ja auch geschehen, dass der Mensch mit Gott zusammen in seinem Tempel ist (siehe Abbildung unten!). Vielleicht sind Pater Pio dort seine großen Heilkräfte verliehen worden. Theologen, die Zen-Lehrer sind, wie u.a. Willigis Jäger und Pater Johannes Kopp, nennen ihre Zen-Meditation übrigens auch Kontemplation. Der Autor meditiert seit vielen Jahren und hat immer wieder die Erfahrung gemacht, dass man in der Meditation die verschiedenen Ebenen des Seins aufsuchen und sich dabei über die Bewohner und die Ausstattung dieser Ebenen informieren kann. Jede Ebene weist dabei bestimmte Konstanten auf, die auch von anderen wahrgenommen werden. Die Ebenen unterhalb der Ebene des Schöpfers standen dabei im Vordergrund. Die dem siebten Himmel entsprechende Ebene des Schöpfers klammerte er weitgehend aus. Eine Scheu hielt ihn davor ab, sie zu betreten. Wenn er dorthin ging, dann immer nur für kurze Augenblicke. Im meditativen Zustand reicht ein Willensakt aus, um auf eine Ebene unterhalb der Ebene des Ewigen zu gelangen. Die Meditation, in die sich der Autor versenkt, besteht darin, das schlussfolgernde  Denken soweit wie möglich auszuschalten. Gedanken, die auftauchen, werden zur Seite geschoben. Zur Meditation verwendet er u.a. auch Mantras aus dem Hinduismus und Buddhismus. Mantras, bei denen er sich mit BRAHMAN identifiziert, stehen dabei im Vordergrund. Er strebt eine Meditation an, für die nach Hermann Josef Röllicke in den Dharani-Schriften des buddhistischen Kanons folgende Eigenschaften genannt werden, die samadhi Gehen-in-der-Leere, Merkmallosigkeit und Nicht-Erheben (von Gedanken).

 

 

 

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Eigene Himmelswanderungen

Bevor der Autor seine erste Himmelswanderung antrat, begann er auf die gewohnte Weise zu meditieren. Nach etwa zehn Minuten schien ihm die in der Versenkung angesammelte Kraft groß genug, um auf die Ebene des Schöpfers zu gelangen. Sein Ziel war der siebte Palast im siebten Himmel. Hier sollte der Schöpfer sein. Durch einen Willensakt gelangte er in den vierten Palast des siebten Himmels, ohne von etwas zurückgehalten zu werden. Er nahm einen hellen Lichtglanz wahr. Etwas angespannt „ging“ er ohne sich „umzusehen“ durch den fünften und sechsten Palast und betrat dann den siebten. Der Lichtglanz hatte sich von Halle zu Halle vergrößert und erreichte im sieben Palast einen Höhepunkt. Er bemerkte einen Wächter, der ihn aber nicht aufhielt. Möglicherweise ebnete ihm die Meditation, in der er sich mit Brahman identifiziert hatte, den Weg. Im siebten Palast waren viele Wesenheiten anwesend, überwiegend engelhafte Wesen wie Cherubim und Serafim, desweiteren aber auch Schamanen, Yogis, Bodhisattvas, Yogis, Sufis, Daoisten und andere. Unter den christlichen Heiligen bemerkte er auch Pater Pio und verneigte sich vor ihm. Pater Pio schien ihn zu segnen. Alle waren Lichtwesen von einer großer „Klarheit des Denkens“. Nicht nur die Klarheit des Denkens dieser Wesenheiten war größer als die der Menschen auf der Erde; sie waren auch glücklicher und weitaus „tätiger“. Um welche Art von Tätigkeit es sich handelte, blieb dem Autor allerdings verborgen. Nur so viel nahm er wahr, dass sie mit einer regen Kommunikation anscheinend telepathischer Art verknüpft war. In dem Bereich der Lichthalle, in dem sich diese Wesenheiten aufhielten, konnte er keine Schöpfer-Kraft finden. Rechts von der Stelle, an der er eingetreten war, ragte die Merkaba empor, die ja u.a. als der Thronwagen Gottes gesehen wird. (Jede einzelne Wesenheit besitzt anscheinend ebenfalls eine als Merkaba bezeichnete Energiestruktur, die u.a. als Gefährt dienen soll. Wenn sie mit einer bestimmten Frequenz rotiert, wird sie als Energie-Kugel wahrgenommen.) In der Nähe des Fußes der Merkaba erstreckte sich ein schmaler Bereich, der Schöpferkraft ausstrahlte. Der Autor war etwas enttäuscht. Er hatte offenbar noch nicht den „richtigen Zugang“ zur Schöpferkraft des Ewigen gefunden. Da wusste er plötzlich mit großer Sicherheit, dass über ihm eine unendlich mächtige Wesenheit war. In dem Erspüren von Geistwesen besaß er eine jahrzehntelange Erfahrung. Er wandte sich nach oben und nahm so etwas wie eine „Wolke“ wahr. Aus ihr erklang leise „Musik“. Waren das Engel-Chöre? An den Seiten erklang die Musik von Engel-Chören, aber die „Musik“ über ihm schien von der Wesenheit selber zu kommen. Der Autor hatte den Ewigen gefunden und kam sich sehr klein vor. Die „Wolke“ strahlte die Schöpferkraft sowie die Kraft der Erkenntnis aus. Schöpfer- und Erkenntniskraft steigerten sich zur Mitte der Wolke hin. Es gab dort fast unmittelbar über dem Autor eine durchlässigere Stelle, eine Art Öffnung, wo die Schöpferkraft ein Maximum erreichte. Dort fühlte er sich auch dem Schöpfer am nächsten. Der Autor hatte das Gefühl, dass er sich hier etwas von SEINER Kraft nehmen durfte und tat dies auch. Er legte dann die Kraft in einen Heilungssegen hinein. Dieser erwies sich später als so außergewöhnlich stark wie kein anderer Segen je zuvor. Bei seiner Konzentration auf die „Wolke“, empfand er eine große Resonanz, wenn er sie sich als den Schöpfer und den Ewigen, aber auch als er sie als das DAO dachte. („Das DAO liebt und nährt alle Dinge, ohne sich zum Herren über sie zu erheben“, heißt es in einer berühmten alten chinesischen Schrift.) Resonanz war auch beim Denken an Jehova sowie Brahman vorhanden, allerdings in weniger starkem Maße. Dem Autor wurde klar, dass die „Wolke“ nicht den Schöpfer verkörperte, sondern dass er sich dahinter aufhielt. Die „Wolke“ schien ihm die Kraft und das Licht des Schöpfers so weit abzuschirmen, dass die Energie-Systeme der Anwesenden nicht aus den Fugen gerieten. Der eigentliche Thron des Schöpfers mit seinem für uns unerträglich blendenden Lichtglanz befand sich weiter oben in der Höhe.

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Der Autor unternahm noch weitere Himmelsreisen. Das entscheidende Ergebnis schien ihm, dass er den Schöpfer in seiner unendlichen Machtfülle, seiner unendlichen Schöpfer- und Erkenntniskraft wahrgenommen hatte. Bei seinen Heilungen „dachte“ er sich wieder in diese Situation hinein und suchte den Schöpfer und die wahrgenommene Schöpferkraft in die Heilungen einzubeziehen, auch wenn er dabei nach der von russischen Heilern entwickelten Methodik vorging. Die größte Kraft war dann vorhanden, wenn er sich in Verbindung mit dem Schöpfer selber „dachte“, d.h. wenn er wieder die Situation heraufbeschwor, in der er im siebten Palast plötzlich mit großer Sicherheit wusste, dass der Schöpfer in der Höhe über ihm war. Seine Seele verbindet sich dann allem Anschein nach mit derjenigen des Schöpfers und eine unendlich große Kraft breitet sich in ihm aus, noch bevor er daran geht, sie für die Heilung oder etwas anderes einzusetzen. Der Autor nimmt an, dass auch viele andere ähnliche Erfahrungen wie die geschilderten machen werden, wenn sie sich in einem meditativen Bewusstseinszustand auf die Schöpfer-Ebene begeben und dass sie anschließend über größere Kräfte verfügen als vorher, wenn sie wieder in die Situation hineingehen, in der sie dem Schöpfer begegneten.

 

 

 

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