Archive for Dezember, 2009

Haikus und Tankas, Jotin, 14. Dez. 09 bis 03. Jan. 2010: Wo die Aufmerksamkeit eines Menschen hingeht, dorthin geht auch sein Geist, seine „Freiseele“.

Sonntag, Dezember 13th, 2009

Wo die Aufmerksamkeit eines Menschen hingeht, dorthin geht auch sein Geist, seine „Freiseele“.

Wer gelernt hat, schamanisch zu reisen, tritt bei vollem Bewusstsein in die nichtalltägliche Wirklichkeit ein, um von dort z.B. für jemand die Seele oder einen Seelenteil zurückzuholen, der aufgrund eines traumatischen Erlebnissen verlorenging. Der Raum verändert sich dabei, doch die Orte bleiben verschieden. Dass ein Organ, wie das Herz z.B. seine verlorene Seele zurück erhält, ist eine Voraussetzung für seine Gesundheit. Es kann zwischen Reisen in die untere, die obere und die mittlere („unsere“ Welt) unterschieden werden. Der Autor hat öfters solche Reisen unternommen. Führer war dabei sein Krafttier, wie das in der Regel der Fall ist. (Die Abbildung zeigt einen Adler als Krafttier).

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Der Autor weiß, dass schamanische Reisen funktionieren. Beeindruckt hat ihn vor allem die Intensität der Erlebnisse, aber er hat auch Bestätigungen für ihr Funktionieren in der alltäglichen Wirklichkeit gefunden. Da der Autor auch Radiästhet (Rutengänger) (mit einer langjährigen Ausbildung) ist, hat er desweiteren versucht, seine schamanischen Erlebnisse in Beziehung zu seinen radiästhetischen Beobachtungen zu setzen. Dabei ergaben sich viele Übereinstimmungen.

Von Lebewesen geht eine Anzahl feinstofflicher Signale aus, die radiästhetisch wahrgenommen werden können. Für den Autor geht das Hauptsignal eines Menschen oder auch Tieres von seinem Geist aus. Auch Gegenstände weisen eine einfache Beseelung auf. Wenn ein Mensch nicht mehr dieses Hauptsignal aussendet, dann hat nach den Erfahrungen des Autors der auch als „Freiseele“ bezeichnete Geist seinen Körper verlassen. Dies ist bei Toten, aber auch bei Schlafenden der Fall sowie bei Schamanen oder Schamanen-Schülern, die auf einer schamanischen Reise unterwegs sind.

Das radiästhetische Hauptsignal, das von einem Menschen ausgeht, erhält der Autor aber auch bei einer Gelegenheiten nicht, bei der er dies nicht im Mindesten erwartet hatte.

Vor Jahren, als der Autor noch dabei war, sich in Radiästhesie zu üben, versuchte er einmal radiästhetisch herauszufinden, wie viele Personen sich in einem Pkw befanden, der sich ihm näherte. Als er den Pkw anpeilte, erhielt er zu seiner Überraschung überhaupt kein Signal. Das konnte nicht sein. Jemand musste das Fahrzeug doch steuern. Wurde das Signal durch das Fahrzeug abgeschirmt? Anscheinend war dies nicht der Fall, denn als er weiter nach dem Geist bzw. der Freiseele des Fahrers suchte, fand er ihn schließlich woanders. Die Freiseele des Fahrers eilte dem fahrenden Pkw um etwa 100 m voraus. Ähnliche Beobachtungen machte der Autor danach bei allen Fahrzeugen, die mit einer größeren Geschwindigkeit unterwegs waren (siehe Abbildung). Bei Piloten ist die Strecke größer, die ihr Geist dem Flugzeug vorauseilt.

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Auch die Vögel, Möwen z.B., eilen mit ihren Freiseelen ihrem Flug voraus (siehe die entsprechenden Abbildungen). Beim Balz-Flug ist die Aufmerksamkeit beim Partner (siehe Abbildung).

 

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Der Autor zog den Schluss, dass der Geist höherer Lebewesen, darunter auch der des Menschen, dorthin geht, wo seine Aufmerksamkeit (Achtsamkeit) ist. Dies wird u.a. ja auch in der buddhistischen Literatur behauptet: „Der Geist ist dort, wo seine Achtsamkeit ist.“ Dem Autor wurde klar, dass diese Aussage nicht im übertragenen Sinne zu verstehen ist, sondern wörtlich gilt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine für das Überleben wichtige Fähigkeit, die sich im Laufe der Evolution entwickelt hat. Wenn seine Freiseele schon dorthin eilt, wohin ein höheres Lebewesen unterwegs ist, dann erhält es wahrscheinlich eine Ahnung davon, was es an seinem Ziel erwartet.

Die Entfernung spielt dabei anscheinend keine Rolle, möglicherweise bis in die entferntesten Winkel des Universums hinein. Vor diesem Hintergrund lassen sich auch Fernheilungen besser verstehen.

Wenn man weiß, dass der Geist tatsächlich dorthin geht, wo die Aufmerksamkeit ist bzw. wo die Gedanken sind, dann hat die Gedankenkontrolle bzw. Gedankenzucht eine viel größere Bedeutung, als gemeinhin angenommen wird.

Es verhält sich mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich so, wie das Prentice Mulford (1843-1891) als Lebensweisheit mitteilt:

„Wenn du helle Dinge denkst, ziehst du helle Dinge an dich heran!“

Und Albert Schweitzer sagt:

„Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.“

Auch der Apostel Paulus war sich allem Anschein nach dieser Zusammenhänge bewusst. Im Philipperbrief (4,8) heißt es nämlich:

Und nun, liebe Freunde, lasst mich zum Schluss noch etwas sagen: „Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist. Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen.“

Da der Geist tatsächlich dorthin geht, wo seine Aufmerksamkeit weilt, ist dieser Ratschlag des Paulus für Christen wie für Nicht-Christen von großem Wert.

Wenn wir ihn beherzigen, verändert dies nicht nur unser Denken, sondern  unser ganzes Leben zum Positiven hin.

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Bei der Tee-Zeremonie ist die Achtsamkeit des Teemeisters auf das Zubereiten und Servieren von Tee gerichtet. (siehe Abbildung) Die Tee-Zeremonie steht dem Zen nahe. Sie wurde auch als das Sakrament des Zen bezeichnet. Wie die Zen-Meditation stellt sie sowohl für den Teemeister wie die Gäste eine Übung von Achtsamkeit dar.

Auch unseren Gebeten und den Mantras, mit denen wir in die Meditation gehen, kommt eine größere Bedeutung zu, wenn sich unser Geist tatsächlich dorthin begibt, worauf seine Achtsamkeit gerichtet ist. Aber wo geht unser Geist hin, wenn wir das Denken so gut wir können ausschalten und uns auf das Hara zwei Finger breit unter dem Bauchnabel konzentrieren. Allem Anschein nach verbindet sich unser Geist dann mit dem kosmischen Bewusstsein des Universums und nimmt spontan und ohne zu denken die Wirklichkeit auf eine ganzheitliche Weise wahr, die das rationale Wissen überschreitet. Außerdem tritt er in die vom Buddhismus so bezeichnete „große Leere“ ein und schöpft dort große Mengen an feinstofflicher Energie, die seiner Transformation dienen. Damit diese beiden Dinge geschehen können, muss sich allerdings das höhere Selbst des Menschen an der Meditation beteiligen. (Siehe Abbildung mit meditierendem Mönch!)

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Neschamah, wie das höhere Selbst in der Kabbala genannt wird, hat anscheinend nicht nur als alleiniger Seelenteil das Sagen vor dem Allheiligen, sondern als einziger auch Zugang zum kosmischen Bewusstsein bzw. zur „großen Leere“, die voller Energie ist. Die „große Leere“ wird auch mit dem DAO, dem Weg bzw. Urgrund des Seins, gleich gesetzt. In gewisser Weise scheint das DAO bzw. die „große Leere“ dem Allheiligen in der Kabbala zu entsprechen.

 

Wer zum Hl. Geist betet, verbindet sich mit ihm und seinen Gaben (siehe Abbildung unten!).

 

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