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Haiku und Tanka, Jotin, 04. Juni 2013: Kann man seine Seele dem Teufel verkaufen?

Dienstag, Juni 4th, 2013

Kann man seine Seele dem Teufel verkaufen?

Die meisten heute lebenden Menschen glauben nicht daran, dass man seine Seele dem Teufel verkaufen kann. Im Mittelalter war das möglicherweise anders. Als Ursprung der Kräfte einer Hexe wurde z.B. ein Teufelspakt angesehen. Für die meisten heutigen Menschen ist das ein Märchen aus der Zeit der Hexenverbrennungen. Viele Menschen glauben heute auch nicht daran, dass man für begangene Untaten in diesem oder in einem zukünftigen Leben bestraft wird, außer natürlich im gegenwärtigen Leben durch die weltliche Gerichtsbarkeit. Den Begriff Sünde lehnen sie ab. Sie halten das für eine schlaue Erfindung der Theologen, um Macht auszuüben und ihre und die Taschen ihrer Oberen zu füllen. Der Autor gehörte auch zu diesen Ungläubigen. Es bedurfte über Jahrzehnte hinweg einer ganzen Reihe von Wahrnehmungen unterschiedlicher Ereignisse und Tatbestände der nicht alltäglichen Wirklichkeit, um zu erkennen, dass er einem Irrglauben anhing. Von der Existenz der meisten dieser Ereignisse und Tatbestände war er überrascht. Er hatte nicht erwartet, dass es sie gibt.

 

Umkehr Dämon, entsprungen dem Zorn Shiwas

 

Dämon, dem Zorn Shiwas entsprungen (eigenes Foto)

 

Tatsächlich verkaufen viele Menschen ihre Seele dem Teufel und dazu bedarf es noch nicht einmal einer ausdrücklichen Vereinbarung, weder mündlich noch schriftlich. Man muss nur einen falschen Weg, den Weg des Unrechtes, einschlagen, Menschen betrügen oder ihnen auf eine andere Weise Schaden zufügen. Die Stelle unseres Höheren Selbst nimmt dann ein Dämon ein, der unser unrechtes Tun noch effektiver macht. Die Anfänge hiervon hat der Autor bei sich zweimal erlebt. Einmal wurde dieser Dämon von einer hellsichtigen Frau wahrgenommen. Mit einem Aufschrei registrierte sie die Anwesenheit des Dämons über dem Kopf des Autors, als dieser den Raum betrat, in dem sie sich aufhielt und auch der Autor war sich der Anwesenheit dieses Wesens bewusst. In einer ihn sehr belastenden Situation hatte er sich einige Stunden zuvor vorgenommen, von jetzt an rücksichtsloser zu handeln. Sein Höheres Selbst aber hatte sich von ihm entfernt. Es war ein Dämon geringer Rangordnung, der den Platz des Höheren Selbst eingenommen hatte. Mitunter ergreifen aber auch Dämonen von hoher und sehr hoher Rangordnung von Menschen Besitz. Die Anwesenheit einer solchen Wesenheit können dann viele spontan wahrnehmen, vielfach ohne zu wissen, um was es sich handelt.

Menschen, die Unrecht tun, begleitet ihr Höheres Selbst nur noch aus der Entfernung. Es kehrt erst dann zurück, wenn sie den eingeschlagenen Weg des Unrechts nicht weiter verfolgen. Wenn sie in ihr falsches Tun schon zu sehr verstrickt sind, müssen sie den eingeschlagenen Weg als falsch erkennen, bereuen und „umkehren“. Vielfach geschieht dies erst in einem zukünftigen Leben. Das Unrecht, das wir begangen haben, müssen wir bereuen und Buße und Wiedergutmachung leisten. Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Gesetzes, unter dem wir leben. Man kann sich gut vorstellen, dass die Evolution dies wie anscheinend auch das meiste andere, das einen Menschen ausmacht, hervor gebracht hat. Die Evolution und die Existenz von Engeln und Dämonen und auch von Gott, dem Schöpfer, stehen nicht im Widerspruch zueinander.

Buße leisten können wir anscheinend nur, wenn wir als Menschen inkarniert sind. Buße und Wiedergutmachen kann uns auch niemand abnehmen. Es wird uns allerdings Hilfe zuteil, wenn wir bereuen und den Weg der Umkehr einschlagen und Buße und Wiedergutmachung leisten.

Es wird gesagt, schlechten Menschen ginge es gut. Was den äußeren Schein angeht, Auto, Haus und Bankkonto, stimmt dies zum Teil auch. Wie es im Inneren ihrer Seele aussieht, ist eine andere Sache. Spätestens ist es mit dem „Gutgehen“ jedoch auf jeden Fall vorbei, wenn sie ihr Lebensende erreicht haben. Falls ihr schlechtes Karma ihr gutes überwiegt, geht es ab in die Höllenbereiche. Der Autor würde das nicht glauben, wenn er nicht Menschen kennen gelernt hätte, die von dort kamen und ängstlich darauf bedacht waren, sich in ihrem jetzigen Leben so zu verhalten, dass sie nach ihrem Tode nicht wieder dorthin zurück mussten.
Wenn der Autor weit genug in der Vergangenheit zurückgeht, dann findet er auch in seiner eigenen Aura eine Zeitspanne gespeichert, in der er in einem Höllenbereich eingesperrt war. Er war dort sehr unglücklich. Unglück der Seele ist ein Merkmal der Höllenbereiche, Glückseligkeit ein Merkmal der himmlischen. Man kann mitunter sehr schnell ausreichend schlechtes Karma anhäufen, um nach dem Tode in einen Höllenbereich zu gelangen; bei der Ausübung von Rache (in früheren Zeiten) überschritt man in maßlosem Zorn sehr leicht die Grenze des als Vergeltung Zulässigen. Heute kann das insbesondere noch im Krieg geschehen.

Unsere Vergehen in diesem und vergangenen Leben sind deutlich und markant in der Aura gespeichert. Sie sind Belastungen unterschiedlichen Grades, die, wenn sie ein bestimmtes Maß überschreiten, zu Krankheiten führen. Viele Menschen, die unter Krankheiten und Behinderungen leiden, tragen auf diese Weise ihr schlechtes Karma aus vergangenen Leben ab.

In jedem Zeitalter häufen Menschen schlechtes Karma an, in unserer Zeit vielleicht mehr Menschen als früher. Es sind heute insbesondere in der westlichen Welt weniger Krieg, Bürgerkrieg und Diktatur, die Menschen sich nicht richtig verhalten lassen, sondern vor allem das Streben nach Reichtum und einem „guten“ Leben. Viele meinen auch, sie kämen auf eine andere Weise nicht zurecht.

Der Autor nahm vor Jahren an einem Seminar teil, in dem es u.a. auch darum ging, die Aura zu „sehen“. Als der Autor an der Reihe war, „sah“ er in der Aura einer durchaus sympathischen Teilnehmerin, über die er Aussagen machen sollte, ein intensives glänzendes Schwarz. Ohne dass ihm eine Wertung in den Sinn kam, beschrieb er, was er wahrnahm. Die Teilnehmerin aber schlug ihre Hände vor ihr Gesicht. Erst da wurde dem Autor klar, dass er besser geschwiegen hätte. Die Teilnehmerin war Bank-Angestellte in einem Nachbarland und der Autor dachte sich, das hinge damit zusammen, dass sie Schwarzgeld ihrer Kunden anlegen müsse. Möglicherweise war dies auch der Fall, vielleicht hatte sie aber auch ihre Kunden zum Vorteil der Bank und ihrem eigenen nicht richtig beraten. Schwarz in der Aura fand der Autor später noch bei vielen anderen Menschen, ohne dies bei den meisten davon zu erwarten. Es waren Menschen darunter, von denen er annahm, dass sie Menschen zu ihrem eigenen Vorteil zu betrügen versuchen, wie z.B. ein Beerdigungsunternehmer, der Leistungen von mehreren tausend Euro einer Leidtragenden zweimal in Rechnung stellte. In vielen Fällen waren es aber auch Menschen, die sich in ihrem gegenwärtigen Leben korrekt verhalten, aber Belastungen aus vergangenen Leben mit sich schleppen.

Ein Gebiet, mit dem sich der Autor seit Jahrzehnten beschäftigt, ist die Transformation durch Meditation. Er fand immer wieder Menschen, die trotz jahrelanger anscheinend korrekter Versenkungs-Techniken nach den Kriterien des Autors keinerlei Fortschritte machten, d.h. bei deren Eigenschaften anscheinend keinerlei Annäherung an die Merkmale bekannter Yogis, tibetischer Mönche oder Zen-Meister stattfand. (Berücksichtigte Merkmale waren dabei insbesondere die Ausstrahlung von feinstofflichem Licht, spirituelle Intelligenz und der Grad der Verknüpfung von unterem, mittlerem und höherem Selbst.) Schließlich fand der Autor heraus, dass die Personen, die über lange Zeit anscheinend keine Fortschritte in der Meditation erzielten, die Farbe Schwarz in ihrer Aura aufwiesen und eine beträchtliche Menge an schlechtem Karma angehäuft hatten. Bei einigen von ihnen hatte sich die Menge an schlechtem Karma im Laufe der Zeit verringert. Anscheinend ist es so, dass zunächst einmal der Grad der seelischen Belastungen unter eine bestimmte Grenze sinken muss, ehe durch die Meditation eine Transformation einsetzen kann, die über die durchschnittlichen menschlichen Eigenschaften hinausgeht. Dem Autor scheint es auch, dass jemand am effektivsten oder vielleicht auch nur dann sein schlechtes Karma verringert, wenn er den Weg der Umkehr geht. Umkehr ist die Einsicht in den falschen Weg und das Einschlagen und Gehen des richtigen Weges. Dies schließt natürlich auch die Abkehr von der bisherigen Lebensführung ein.

 

Michael besiegt Satan als Drachen

Michael besiegt Satan als Drachen (eigenes Foto)

Der Erzengel Michael als Bezwinger Satans in Gestalt des Drachens

Michael – Sein Name bedeutet: Wer ist wie Gott!

ist ein Engel der hebräischen Überlieferung.
In der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes
tritt er als der Bezwinger Satans auf,
den er in die Hölle hinabstürzt.
Im Volksglauben ist er es auch, der ein
Verzeichnis der guten und schlechten Taten
eines jeden Menschen erstellt.
Er soll auch der Seelenwäger sein
sowie die Seelen der Verstorbenen
auf ihrem Weg ins Jenseits geleiten.
Weiter gilt Michael auch als Heilkundiger,
himmlischer Arzt und Patron der Kranken.

 

Engel, Abteikirche Kloster Steinfeld (eigenes Foto)

Engel Abteikirche Kloster Steinfeld (eigenes Foto)

 

Umkehr Teufel Abteikirche Kloster Steinfeld (eigenes Foto)

Teufel Abteikirche Kloster Steinfeld (eigenes Foto)

 

In der Abteikirche von Kloster (Kall-)Steinfeld
(erbaut 1142) ist der rechte Vorderpfeiler
mit einem großen Gemälde
des heiligen Potentinus geschmückt.
Darüber sitzt auf einem Säulenstumpf
der Teufel. Er trägt in eine Schriftrolle
die Namen der zerstreuten Beter ein
und sieht sich, wie Pater Dorpinghaus
in einem Klosterführer
schreibt, nach neuen Opfern um.
Ihm gegenüber schreibt ein Engel
die Namen der Gerechten und Frommen auf.
Die beiden Gemälde sind Teil der um 1515
entstandenen spätgotischen Rankenmalereien,
die das Gewölbe der Kirche bestimmen.

 

Engel der Vergebung, Christchurch Dublin, Irland

Engel der Vergebung, Christchurch Dublin, Irland (eigenes Foto)

 

Im Judentum heißt es, die Schechina, die Präsenz Gottes, weilt nicht in der Gesellschaft von Sündern, wenn aber der Mensch sich um die Reinigung von seinen Sünden bemüht und Gott nahe sein möchte, dann ruht die Schechina auf ihm. 

Die Umkehr wird im Judentum Teschuwa genannt und nimmt einen wichtigen Platz in dieser Religion ein. Jom Kippur ist der heiligste und feierlichste Tag des jüdischen Jahres. Wie auch auf einer Reihe von Tagen davor liegt der Schwerpunkt an diesem Tag auf Reue und Versöhnung – mit sich selbst, mit den Mitmenschen und mit Gott. Auch in den aus dem Judentum hervorgegangenen Religionen Christentum und Islam nimmt die Umkehr einen wichtigen Platz ein, ebenso in anderen Religionen.

Im Buddhismus heißt es, dass nur eine vollständige Reue und Umkehr schlechtes Karma tilgen. 

Hollen-Richter in der chinesischen Mythologie (eigenes Foto)

Höllen-Richter in der chinesischen Mythologie (eigenes Foto)

Auch in der chinesischen Mythologie

kennt man die Hölle.
Sie ist allerdings nicht endgültig.
Sowohl die daoistische als auch die
buddhistische Hölle ähneln
dem katholischen Fegefeuer.
Im Unterschied zur christlichen Hölle
haben dort auch keine Teufel das Sagen,
sondern Gottheiten und Beamte,
die mit den himmlischen Gottheiten
zusammen arbeiten.
Als ein Höllenbeamter wird z.B. Yue Fei angesehen.
Dieser war ein berühmter General der Song-Dynastie,
der wegen seines Patriotismus bei Volk und Regierung
in hohem Ansehen stand.
Yue Fei leitet in der Unterwelt das Amt der
raschen ausgleichenden Gerechtigkeit,
in dem die guten und schlechten Taten der Verstorbenen
gegeneinander abgewogen werden.
Yue Fei spricht dann das Urteil.

 

Als der Autor diese Aussagen von Religionen über die Umkehr las und begriff, wurde ihm schlagartig klar, warum Menschen, die nicht den Weg der Umkehr genommen haben, keine Fortschritte in der Meditation erzielen. Der göttliche Teil im Menschen, die Präsenz Gottes im Menschen, ist das Höhere Selbst. Solange sich das Höhere Selbst nicht an der Meditation beteiligt, finden keine Fortschritte statt. Dies gehörte zu den ersten Erkenntnissen des Autors über die Meditation und er hat darüber auch in einem Blog berichtet. Die für eine Transformation erforderliche Ansammlung feinstofflicher Energie ist anscheinend nur mit Hilfe des Höheren Selbst möglich. Das Höhere Selbst verfügt über anscheinend unbegrenzte feinstoffliche Energie.
Bei Menschen, die sich viel schlechtes Karma aufgebürdet haben und (noch) nicht „umgekehrt“ sind, weilt nicht ihr Höheres Selbst – im Judentum wird von der Schechina gesprochen – und wird sich infolgedessen auch nicht an der Meditation beteiligen. Die Meditation ohne Höheres Selbst aber bleibt erfolglos und bewirkt keine Transformation und auch keine oder keine rasche Befreiung von seelischen Belastungen, wie sie für Gesundheit und Wohlergehen von ausschlaggebender Bedeutung sind.

Die Schöpfung ist so eingerichtet, dass auch das Böse und Dämonen darin ihren Platz und ihre Daseinsberechtigung haben. Wahrscheinlich gäbe es die Dämonen und ihre Wirkungsfeld nicht, wenn sie nicht für die Höherentwicklung der Menschheit von Bedeutung wären.
Es wird gesagt, dass jede Menschen-Seele einmal zum Ursprung zurückkehren muss. Dies setzt voraus, dass jeder Mensch mit schlechtem Karma einmal den Weg der Umkehr gehen wird. Für Menschen ohne Religion oder ohne Wissen um die nicht alltägliche Wirklichkeit und deren Bedeutung für das Leben auf der Erde dauert dies wegen ihres „Nichtwissens“ wahrscheinlich am längsten. Gerade für sie stehen Helferwesen bereit, ihnen zu helfen. Sie müssen nur um Hilfe bitten, sich zur Umkehr entschließen und dann den Weg der Umkehr auch gehen. Ihren Söhnen und Töchtern helfen auch die verstorbenen Mütter von der anderen Seite aus. Ihre Kinder ohne schlechtes Karma beschützen sie und suchen sie auch davor zu bewahren, einen schlechten Weg zu gehen.

 

Die Religion

erinnert uns daran, dass

wir Geistwesen sind

und uns´re eigentliche Heimat

die Ewigkeit ist!

 

Glockenblumen  (eigenes Foto)

Glockenblumen
(eigenes Foto)

 

Blütenfülle in

Bäumen auf grüner Wiese,

weiß getupft der Wald.

 

Blüten sind Knechte
im Dienste der Fortpflanzung,
jedoch Könige
der Harmonie und Schönheit
in den Herzen der Menschen.

 

Haiku und Tanka aus
Engel, der die Erde segnet.

 

 

Adresse mit Rabe