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Haiku und Tanka, Jotin, März 2013: Wann ist jemand, der meditiert, von Lichtgestalten umgeben! Die geheime Macht der Riten.

Samstag, März 2nd, 2013

Wann ist jemand, der meditiert, von Lichtgestalten umgeben!

Die geheime Macht der Riten.

 

 Mönche meditieren oder beten in der Gemeinschaft. Wer aber z.B. im Beruf steht und einen spirituellen Weg gehen oder auch nur etwas für seine Gesundheit tun möchte, meditiert vielleicht einmal in der Woche oder einmal im Monat für einige Stunden in der Gemeinschaft und in der übrigen Zeit ein- oder zweimal am Tag für eine gewisse Zeit allein zu Hause. Ist er nun während seiner Meditation zu Hause wie sonst auch wirklich allein? Der Autor hat die Erfahrung gemacht, dass dies nicht der Fall ist. Unter bestimmten Bedingungen befindet er sich während seiner Meditation in der Gemeinschaft spirituell und sogar spirituell hoch entwickelter Geist-Wesen.

Wie das!

Bodhisattvas (Erleuchtungswesen) im Buddhismus werden mitunter mit einem über ihrem Kopf schwebenden Buddha oder Bodhisattva dargestellt. Diese Darstellung hat eine Entsprechung bei Meditierenden. Wenn der Autor mit einem Mantra von Manjushri, dem Bodhisattva der Weisheit meditiert, dann schwebt über ihm eine Emanation dieses Bodhisattvas. Wenn er mit einem Mantra von Avalokiteshvara (Guanshiyin in China, Kannon in Japan), dem Bodhisattva des Mitgefühls, meditiert, dann ist die über ihm befindliche Wesenheit Avalokiteshvara usw. Das gleiche kann er auch bei anderen Meditierenden feststellen. Wenn mehrere Personen gemeinsam meditieren, dann befindet sich über jeder von ihnen die Emanation des entsprechenden Bodhisattvas, bei Hindus ist es die hinduistische Gottheit, der sie ihre Meditation widmen, bei Zen-Buddhisten gewöhnlich der Patriarch Bodhidharma, der nach der Tradition des Zen im 6. Jh. Zen von Indien nach China gebracht haben soll. Bei japanischen  Zen-Buddhisten lässt sich die Wesenheit über ihrem Kopf beim Meditieren besser als „Daruma“ ansprechen. Bei Daruma ist die Resonanz größer als bei Bodhidharma. Daruma ist der japanische Name für Bodhidharma.

Als die Grundlage des Zen-Buddhismus gilt das Herz-Sutra, das nach der Überlieferung der Bodhisattva Avalokiteshvara in der Anwesenheit Buddhas dem Mönch Shariputra vorgetragen hat. In den japanischen Zen-Tempeln und Zendos (Meditationshallen) wird es in jeder Morgenzeremonie rezitiert. Während es rezitiert wird, schwebt über jedem der anwesenden Mönche eine Emanation von Avalokiteshvara.

 Guanshiyin, der Bodhisattva des Mitgefühls, mit einem Meditations-Buddha über dem Kopf

 

Guanshiyin (Avalokiteshvara), Bodhisattva des Mitgefühls, im Ahnentempel Jin mit Meditations-Buddha über dem Kopf (eigenes Foto)

 

 Guanshiyin mit Meditations-Buddha über dem Kopf

 

Guanshiyin (Avalokiteshvara), Bodhisattva des Mitgefühls, in einem Tempel auf dem Heiligen Berg Wutai-Shan mit Meditations-Buddha über dem Kopf (eigenes Foto)

 

 Guanshiyin mit Meditations-Buddha über dem Kopf

 

Guanshiyin (Avalokiteshvara), Bodhisattva des Mitgefühls, im Jade-Buddha Tempel in Shanghai mit Meditations-Buddha über dem Kopf (eigenes Foto)

 

 Der Bodhisattva Manjushri mit Meditations-Buddha über dem Kopf

 

Manjushri, Bodhisattva der Weisheit, auf einem Thangka (Rollbild) mit dem Meditations-Buddha Amithaba (Grenzenloses Licht) über dem Kopf (eigenes Foto)

 

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Manjushri, Bodhisattva der Weisheit, auf einem Thangka (Rollbild) mit dem Meditations-Buddha Amithaba (Grenzenloses Licht) über dem Kopf (eigenes Foto)

 

 Die Anwesenheit einer solchen Wesenheit über einem Meditierenden ist schon wunderbar genug. Aber darum geht es dem Autor hier nicht:

Seit er anfing, regelmäßig zu meditieren, machte er von Zeit zu Zeit die Beobachtung, dass er nicht allein in dem Raum war, in dem er meditierte. Er befand sich vielmehr in einer Gemeinschaft von Meditierenden, die als Geistwesen um ihn herum waren. Als er sich nach Jahren näher mit dieser Wahrnehmung befasste, fand er heraus, dass er sich nur dann in einer solchen Gemeinschaft von meditierenden Wesenheiten bzw. Emanationen von meditierenden Wesen befand, wenn er während seiner Meditation Life-Aufnahmen von Gesang und Instrumental-Musik aus (tibetischen) Tempeln, hinduistischen wie buddhistischen (leise) abspielen ließ.

Als er im Laufe der Jahre mit Meditations-Praxis allmählich tiefere Versenkungs-Stufen der Meditation erreichte, konnte er außerdem noch etwas anderes feststellen: Je tiefer die Versenkungsstufe war, die er in der Meditation erreichte, umso mehr Geistwesen waren anwesend und umso höher war die spirituelle Entwicklungsstufe dieser Wesenheiten, insbesondere nahm die Anzahl der Lichtwesen überproportional zu. Nach der Auswertung eines Fotos waren diese höher entwickelten Wesenheiten schon von Anfang an anwesend, konnten von dem Autor jedoch erst wahrgenommen werden, nachdem er meditativ so tief versunken war, dass er die den spirituell entwickelten Wesen entsprechenden Seins-Ebenen erreichte.

Sri Chinmoy (geb. 1931 im heutigen Bangladesh), der als verwirklichter spiritueller Meister gilt, viele Bücher veröffentlicht hat und mehr als hundert Meditationszentren rund um die Welt leitet, unterscheidet zwischen drei Stufen der Versenkung (Samadhi), nämlich dem Savikalpa-Samadhi, dem Nirvikalpa-Samadhi und dem Sahaja-Samadhi.

Eine große Anzahl von Lichtwesen, die der Autor im Vorhergehenden erwähnte, war um ihn, als er nach einigem Bemühen vorübergehend das Nirvikalpa-Samadhi, wie er annimmt, erreichte. Das höchste Samadhi, das Sahaja-Samadhi auch nur kurz zu erreichen, gelang ihm zunächst nicht, bis ihm klar wurde, dass dieses Samadhi nach den Beschreibungen von Sri Chinmoy nur ein Samadhi der höchsten siebten Ebene, der Ebene des Göttlichen, ohne jegliches eigenes Denken außer höchster Achtsamkeit sein konnte. Mit den verschiedenen Ebenen des Seins aber ist der Autor  seit Beginn seiner regelmäßigen Meditation bis zu einem gewissen Grad vertraut. Man kann die einzelnen Ebenen in der Meditation durch einen Willensakt erreichen, wobei es am schwierigsten ist, auf die höchste Ebene, die Ebene des Göttlichen zu gelangen. Als er sich nun daran machte, von der Versenkungsstufe des Nirvikalpa auf die siebte Ebene, die Ebene des Göttlichen zu gelangen, war er nach einigen vergeblichen Versuchen schließlich auch erfolgreich und gelangte anschließend, wie er annimmt, auch für kurze Zeit auf die Versenkungs-Stufe des Sahaja-Samadhi. Was er dann wahrnahm, übertraf alle seine bisherigen Erfahrungen. Er fühlte sich in helles Licht getaucht und von Schöpfer-Wesenheiten umgeben, deren starkes Strahlungsfeld er mit großer Intensität körperlich wahrnahm.

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Buddhistische Mönche als Ton-Figuren in einem Tempel auf dem Heiligen Berg Wutai-Shan (eigenes Foto). Ähnlich nimmt der Autor buddhistische Mönche um sich herum wahr, wenn er in mittlerer meditativer Versenkung auf CD aufgenommene Live-Musik aus buddhistischen Tempeln in Tibet hört.

 

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Buddha umgeben von spirituell hoch entwickelten Bodhisattvas als Lichtwesen auf einem Relief, Große Wildgans-Pagode Xi´an (eigenes Foto). Ähnlich nimmt der Autor buddhistische Lichtgestalten um sich herum wahr, wenn er in tiefer meditativer Versenkung auf CD aufgenommene Live-Musik aus buddhistischen Tempeln in Tibet hört.

 Waren alle diese Wesenheiten nun zu ihm gekommen, um seine Meditation zu begleiten. Nein, der Autor ist nicht dieser Auffassung. Er nimmt vielmehr an, dass auf den höheren Ebenen des Seins der Raum und anscheinend bis zu einem bestimmten Grad auch die Zeit aufgehoben sind und er hierdurch in den Bereich der beschriebenen Wesenheiten gelangte, die mit dem Ritus des Gesangs und der instrumentellen Musik des Buddhismus bzw. Hinduismus verknüpft sind.

Der Autor fragte sich, welche Mythen Erfahrungen überliefern, die mit denen des Autors eine gewisse Übereinstimmung zeigen. Ihm fielen die australischen Aborigines ein, von denen berichtet wird, dass sie bei ihren Riten in die sogenannte Traumzeit eintauchen und dort Wesenheiten der Traumzeit begegnen, zu denen ihre Ahnen, aber auch Himmels- und ein Schöpferwesen gehören. Der Autor besitzt mehrere Audio-CDs mit ritueller Live-Musik australischer Eingeborener. Er legte eine von ihnen in einen CD-Player und als die Gesänge und Instrumental-Musik der Aborigines erklangen, versenkte er sich meditativ, um zu erfahren, welches Geschehen mit dieser rituellen Musik der Aborigines verbunden ist.

Ähnlich wie bei der zeremoniellen Musik aus tibetischen Tempeln nahm der Autor Wesenheiten wahr, zunächst Ahnen-Geister der Aborigines, einen Ältesten, einen Medizinmann, einen Stammesführer und andere, eine Gruppe von Kinder-Seelen, die auf ihre Inkarnation warteten und eine Landschaft. Die Landschaft, in welche die Aborigines hineingeboren werden, spielt in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Sie ist eine zentrale Traumzeit-Figur. Dann mit tiefer gehender Versenkung nahm der Autor Lichtwesen wahr und nachdem der Autor die siebte Seins-Ebene und die tiefste ihm zugängige Versenkungsstufe erreicht hatte, Himmelswesen und als Schöpfergestalt die Regenbogen-Schlange, welche der Autor bereits früher bei einem Ritus eines Aborigine wahrgenommen hatte. Sie ist als Einheit von Geist und Materie beschrieben worden. Die Regenbogen-Schlange schwebt auch bei anderen rituellen Musikstücken über dem Geschehen, ohne dass sonstige Traumzeit-Wesen wie Ahnen-Geister vorhanden sind. Bei Didgeridoo-Musik zu Ehren eines heiligen Flusses konnte der Autor z.B. nur einen Fluss und  darüber schwebend die Regenbogen-Schlange wahrnehmen.

Die Wesenheiten, welche der Autor bei seinen Meditationen mit ritueller tibetischer Musik wahrnimmt, sind offensichtlich die gleichen, die bei den Riten der australischen Aborigines erscheinen und von diesen wahrgenommen werden. Ein Ritus bewirkt offensichtlich, dass Wesenheiten der nichtalltäglichen Wirklichkeit, zu denen nicht nur Ahnen-Geister, Himmelswesen und ein Schöpferwesen, sondern auch die Landschaft, ein Fluss und die Sonne in ihren spirituellen Aspekten gehören können, in Erscheinung treten und in das Leben der am Ritus teilnehmenden Menschen hineinwirken. Die Aborigines sollen sich bei ihren Riten in die spirituelle Energie der Schöpfungszeit hinein versetzen und daraus Kraft ziehen. Ein Kraftgewinn ist nach der durch Erfahrung gestützten Auffassung des Autors der Nutzen aller Riten. Die dem Teilnehmenden zufließende Kraft ist dabei umso größer, je höher die Seins-Ebene ist, auf die er gelangt. Auf der höchsten Ebene, der Schöpfer-Ebene, ist der Kraft-Gewinn am größten. Auch die Aktionen, die er dann ausführt, wie z.B. das Segnen von Nahrung oder Menschen, sind dann am wirkungsvollsten.

Wie passt nun die Erfahrung, dass die nichtalltägliche Wirklichkeit aufgrund von Riten in Erscheinung tritt und in das Leben von Menschen hineinwirkt, in unser Weltbild hinein:

Das Bewusstsein des Menschen hat anscheinend Wesenheiten der nichtalltäglichen Wirklichkeit mit Riten verknüpft, so dass Emanationen dieser Wesen immer da auftreten, wo ihr Ritus durchgeführt wird.

Die Quantenphysik kennt die Verknüpfung von Elementar-Teilchen, Verschränkung genannt. Eine solche Verschränkung bleibt auch über große Entfernungen hinweg erhalten. Bestimmte Zustände, die das eine Quantenteilchen annimmt, nimmt zur gleichen Zeit auch das andere mit ihm verschränkte Quantenteilchen an, unabhängig von dem räumlichen Abstand der beiden. Anscheinend ist eine solche Verschränkung nicht auf Quantenteilchen beschränkt, sondern betrifft auch Riten und die mit diesen Riten verknüpfte Wesenheiten der nichtalltäglichen Wirklichkeit.