Archive for Oktober, 2012

Haiku und Tanka, Jotin 31. Oktober 2012: Der Brocken, ein Versammlungsort von „Geisterwesen“ (insbesondere in der Walpurgisnacht und zu Halloween)?

Mittwoch, Oktober 31st, 2012

Der Brocken, ein Versammlungsort von „Geisterwesen“ (insbesondere in der Walpurgisnacht und zu Halloween)?

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Brocken-Plateau mit Tanzplätzen von Naturgeistern und den Freiseelen von Menschen (eigenes Foto)

Der Brocken, die höchste Erhebung des Harzes, ist seit der Wiedervereinigung wieder für die Allgemeinheit zugänglich und wie schon früher erneut zu einem beliebten Reiseziel insbesondere für Ost- und Westdeutsche geworden. Der Berg ist 1142 m hoch und bietet bei schönem Wetter einen weiten Rundblick in die deutschen Lande und man kann ihn auch von weither sehen. Schönes Wetter ist allerdings auf dem Brocken nicht gerade häufig. Er ist der niederschlagreichste Ort im nördlichen Mitteleuropa. An über 300 Tagen im Jahr tritt Nebel auf, der aufgrund der vielfach sehr hohen Windgeschwindigkeiten allerdings auch aufreißen kann. Die Sommer sind kurz, die Winter lang mit durchschnittlich etwa 170 Schneetagen. Die Schneehöhe kann bis über 3 m ansteigen. Das Klima entspricht einer alpinen Lage von 1600 bis 2200 m. Das Gipfelplateau liegt infolgedessen oberhalb der Waldgrenze mit einer Flora und Fauna, wie man sie von Island her kennt. Rings um den Gipfel breiten sich Hochmoore aus, in denen Wollgras und Zwergbirken wachsen. Außerhalb der Hochmoore wächst unterhalb des Gipfels nur sehr langsam uralter niedriger Fichten-Urwald, erst in tieferen Lagen gedeiht Buchenwald. Die Natur-Energien bieten Natur-Wesenheiten Bedingungen, aufgrund derer sie größer und mächtiger sind als anderswo.

Blick vom Brocken ins Umland

Blick ins Umland vom Brocken-Plateau (eigenes Foto)
Mit dem Brocken und seinem Umland sind viele Sagen verknüpft, die im Umland zum Teil auf die Begegnungen der Bergleute mit Erdgeistern untertags zurückgehen, auf dem Brocken aber wahrscheinlich vor allem auf die Wahrnehmung mächtiger Naturwesenheiten durch hellsichtige Menschen. Anlass für Sagen können auch ungewöhnlichen Lichterscheinungen sein, wie das sogenannte Brockengespenst, ein heller von der Sonne her rührender kreisrunder Lichtkreis (evtl. mit farbigen konzentrischen Ringen weiter außerhalb) auf einer Wolken- oder Nebelwand, die Glorie. Der Lichtkreis ist vergleichbar mit dem Regenbogen, nur dass sich das Licht hier nicht an Regentropfen, sondern an den viel feineren Nebeltröpfchen bricht. Wenn die Wolken- oder Nebelwand nicht allzu weit entfernt ist, dann sieht man inmitten der Glorie den riesenhaften Schatten seines eigenen Körpers, da man die Sonne im Rücken hat. Wenn sich die Nebelwand bewegt, dann bewegt sich auch das riesige Schattenbild, ohne dass man selber etwas unternimmt. Dieses Schattenbild ist das sogenannte Brockengespenst, das am Brocken relativ häufig zu beobachten ist. Wenn man z.B. seinen Arm bewegt, dann sieht man, dass das Brockengespenst der eigene Schatten ist.
Bereits um 1300 wird der Brocken in einem Gedicht als Sammelplatz von Geisterwesen genannt, von Hexen war zu dieser Zeit noch nicht die Rede. Tatsächlich sind auf dem Brocken u.a. mächtige Nebelgeister zu Hause, welche die Umwandlung von Wasserdampf in Nebel-Tröpfchen als Energie-Quelle nutzen. Bei dieser Umwandlung wird nämlich Wärme frei, deren feinstofflicher Anteil von den Nebel-Wesen (Nebel-Hexen?) genutzt wird. Im Alten Ägypten trug die Chefin dieser Wesen den Namen Tefnut. Mächtige Sturmgeister beziehen ungeheure Energien aus den hohen Windgeschwindigkeiten. In den Hochmooren und Urwäldern aber finden sich urtümliche, mit den Menschen wenig vertraute Moor- und Wald-Geister, die Menschen als Störenfriede empfinden und die Wanderer ängstigen können wie im Riesengebirge Meister Johannes. Meister Johannes ist unter einem anderen Namen besser bekannt. Diesen Namen sollte man allerdings nicht nennen, insbesondere nicht, wenn man im Gebirge unterwegs ist, um nicht seinen Zorn herauf zu beschwören. Geistwesen der Art wie Meister Johannes können Macht über das Bewusstsein eines Menschen gewinnen, seinen Geist verwirren und so bewirken, dass er in die Irre geht, was in früheren Zeiten auf dem Brocken auch außerhalb der Moore den Tod bedeuten konnte.

Fabelwesen auf einer Schierker Hauswand

Fabelwesen auf einer Hauswand in Schierke (eigenes Foto)
In den sprudelnden Quellen und über die Felsklippen schießenden Bächen aber halten sich Wassergeister in großer Vielfalt und Zahl auf, von denen viele, wenn auch nicht alle, den Menschen wohlgesonnen sind. Und man trifft hier auch gnomenhafte Wesenheiten, die wie „normale“ Gnome mit den großen Granitblöcken verknüpft sind und anscheinend nur im Harz vorkommen. Unmittelbar unterhalb des Brocken Plateaus konnte der Autor auch zwei hochrangige Lichtwesen wahrnehmen und über einer nicht zugängigen Stelle auf dem Plateau auch den Hüter-Geist eines Tanz- und Versammlungsplatzes der Freiseelen von Menschen, Lebenden wie Verstorbenen. Er hütet diesen Platz hier anscheinend schon seit mehr als 2000 Jahren und sollte wissen, was hier stattgefunden hat. Vielleicht wird er es dem Autor ja verraten. Mehrere Tanzplätze von Naturgeistern sind hier ebenfalls vorhanden. Je hochrangiger die Elben der Luft, umso höher über dem Boden liegt ihr Tanzplatz. Unterhalb der Erdoberfläche liegen die Tanzplätze von Erdgeistern, tiefer darunter und etwas abseits, die von Feuer-Geistern.
Die Naturgeister treffen sich in der Nacht zu einem Kreistanz, in den drei Vollmondnächten auf größeren Plätzen und in größerer Anzahl. Dies ist eines ihrer Merkmale und in der entsprechenden Literatur häufiger beschrieben worden. Der Autor durfte diese Tänze über Jahre hinweg beobachten. Nachdem er die kleine Elfe sicher wahrnehmen konnte, die für seine Blumenbank zuständig war, stellte er fest, dass sie, als es am Abend dunkel geworden war, ihren Bereich verlassen hatte und bei den Blumen nicht mehr aufzufinden war. Der Autor dachte schon, es sei deswegen, weil er sie sein Untersuchen und Betasten als Vergewaltigung empfunden hätte und sie nicht mehr bei ihm bleiben wollte. Er bekam ein schlechtes Gewissen. Aber wo war sie denn jetzt? Im Zimmer hielt sie sich nicht mehr auf, also war sie vielleicht draußen im Vorgarten irgendwo. Ohne große Hoffnung, sie zu finden, begann er nach ihr zu suchen. Plötzlich erhielt er ein Signal aus einer bestimmten Richtung, dann verlor er es wieder. Er suchte woanders, aber ohne Erfolg. Da richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Stelle, an der sie sich kurz aufgehalten hatte und tatsächlich tauchte sie nach kurzem Warten dort wieder auf. Immer wieder hielt sie sich kurz an dieser Stelle auf. Das war seltsam. Also ging der Autor nach draußen und suchte sich an Ort und Stelle ein Bild davon zu machen, was dort geschah. Die kleine Elfe war nicht allein. Mit zwei anderen bewegte sie sich ununterbrochen im Kreis, wie der Autor jedes Mal feststellen konnte, wenn er in der Nacht nach ihr „sah“. Am Morgen, als die Morgendämmerung einen bestimmten Grad erreichte, wurde sie „unruhig“ und kehrte zu ihren Blumen zurück. Als der Autor freundlich an sie dachte, schwebte sie zu ihm hin. Der Autor stellte dann fest, dass der Kreistanz offensichtlich ein Merkmal aller Naturgeister ist. In den drei Vollmondnächten fand er die kleine Elfe mit ihren beiden Gefährten, anscheinend ihrer Familie, nicht an ihrem gewohnten Platz, sondern etwas weiter entfernt auf einem etwas größeren. Dort bewegten sich auch nicht nur drei, sondern fünf oder mehr Elfen im Kreistanz.
Der Autor las dann irgendwo, dass die Bezeichnung „Ball“ für eine festliche Tanzveranstaltung von dem Energieball herrühre, den die Elfen bzw. besser Elben in Vollmond-Nächten über der Mitte ihres Tanz-Kreises formen. Zu diesem Ball sollen sie hochschweben. Der Autor glaubte das nicht, es schien ihm zu märchenhaft, aber irgendwann hielt er doch Ausschau nach diesem Ball, denn beim Zählen der Elfen, die sich im Kreis bewegten, hatte er immer Schwierigkeiten. Einmal zählte es eine mehr, einmal eine weniger. Und tatsächlich konnte er in einer Vollmondnacht eine ballähnliche Struktur über der Mitte des relativ großen Tanzkreises feststellen. Und es schwebte auch eine Elfe zu diesem „Ball“ hoch. Von dieser Elfe ging dann eine starke Schwingung aus, der „Ball“ aber verschwand und die Elfe schwebte wieder nach unten. In relativ kurzer Zeit begann sich wiederum eine ballähnliche Struktur über der Mitte des Tanzkreises zu entwickeln und nachdem diese eine gewisse Höhe und Stärke erreicht hatte, schwebte eine andere Elfe zu ihr hoch und während die Elfe starke Impulse aussandte, brach der „Ball“ zusammen und löste sich auf. Dies wiederholte sich immer wieder. So ging es anscheinend die ganze Nacht. Die Elfe, die zu dem „Ball“ hochgeschwebt war, hatte anscheinend die Energie des „Balles“ in sich aufgenommen. Er fand dann auch heraus, dass dieser Energie-Ball nur annähernd kreisförmig ist. In Wirklichkeit stellt er den Umkehrpunkt von feinstofflichen Energieströmungen dar, die vertikal in der Mitte des Tanz-Kreises nach oben laufen und in einer gewissen Höhe, die von Rang und Anzahl der Elben abhängt, die sich im Kreis bewegen, nach allen Seiten umbiegen. Man kann das Phänomen des sich aufbauenden und dann zusammen brechenden Energie-Balles in erster Annäherung auch mit der Kuppe einer Wasserfontäne vergleichen, die allmählich emporsteigt und dann plötzlich zusammenbricht. Der Autor fand weiter heraus, dass dieses Ball-Phänomen in jeder Nacht stattfindet und nicht nur in den drei Vollmond-Nächten. Der Ball ist außerhalb der Vollmondnächte lediglich schwächer und schwerer zu beobachten. Anlass für die vertikalen Energieströmungen ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Kreis-Tanz der Elben. Der Tanz der Elben stellt damit u.a. wahrscheinlich so etwas wie eine Energie-Versorgung für die Elben dar. Da die Elben in der Nacht nicht schlafen, sondern tanzen, bringt ihnen ihr Tanz möglicherweise die Erholung, welche Tiere und Menschen im Schlaf finden.
(Oder sollten die Freiseelen der Menschen sich ebenfalls in der Nacht zum Tanz zusammenfinden und die Erholung im Schlaf auf diese Weise zustande kommen? Der Autor konnte nicht beobachten, dass sich die Freiseelen der Menschen in jeder Nacht zum Tanz treffen, wohl aber in vielen Nächten, wenn die meisten Menschen auch nichts davon wissen.)
Wie Professor Walter Niesel demonstrierte, lässt sich ein Energiefeld wie das der Elben bei ihrem nächtlichen Kreistanz auch durch Kreisbewegungen mit der Hand aufbauen. Wenn man mit der Hand oder einem anderen Energiefeld eine Anzahl ausreichend großer Kreise zieht – etwa 10 mit einem Radius von 50 cm reichen aus -, so entsteht ein vergleichbarer doppelter Energiewirbel wie im Tanz-Kreis der Elben. Er besteht aus Ring- und Toroid-Feld und bleibt mehrere Stunden lang bestehen. Ein Energiestrom fließt längs der Bahn, entlang derer sich die Hand bewegt hat, und die Komplementär-Energien zu diesen Energien fließen senkrecht durch die Mitte des Kreises, biegen um und verlaufen nach außen ringförmig um den Kreis, der mit der Hand gezogen wurde. Ein durch Kreisbewegungen der Hand entstandener Doppelwirbel baut desweiteren Achsen in den Haupt- und Zwischenhimmels-Richtungen auf. (Diese könnten also mit der Rotation der Erde zusammenhängen.) Solche Achsen gehen auch von den Tanz-Kreisen der Elben aus. Ihre Breite entspricht etwa dem Durchmesser des Tanz-Kreises. Ihre Höhe entspricht in der Mitte etwa der Höhe, welche der Energie-Ball erreicht.
Die Wirkung des Tanzes schildert Xokonoschtletl Gomora aus Mexiko, ein traditioneller Azteke und Leiter einer aztekischen Tanzgruppe in seinem Buch: „Unser einziger Gott ist die Erde“, erschienen im Aurum Verlag, u.a. folgendermaßen: „…Wenn wir tanzen, erzeugen wir Energie…Die Energie, die bei unseren Tänzen entsteht, ist sehr stark. Sie ist so gewaltig, dass wir ohne weiteres Regen erzeugen können oder es der Sonne an einem seit Tagen bewölkten Himmel gelingt, durchzukommen. Wir können Menschen durch die Tänze heilen. In Mexiko kommen oft die Bauern mit ihrem Samen, der gepflanzt werden soll, zu uns, und wir legen das Saatgut in die Mitte, wo wir stets einen kleinen Altar aufgebaut haben, oft nur ein Ozelotfell mit dem Muschelhorn und der Weihrauchschale. Nach den Tänzen kommen die Bauern und nehmen ihren Samen wieder mit. Die Energie der Tänze wird die Pflanzen, die aus ihm entstehen, größer und kräftiger werden lassen…“

Junge Hexe auf einer Hauswand in Schierke

Junge Hexe auf einer Hauswand in Schierke am Fuß des Brockens (eigenes Foto)
Und nun zu den Hexen, die ja vom Brocken in besonderem Masse angezogen werden sollen. Zumindest gilt das seit Erscheinen von Goethes Faust für Personen, die sich gerne als Hexen verkleiden und auf diese Weise den Frühlings-Anfang in der Walpurgis-Nacht oder Halloween mit Tänzen feiern. Galt dies aber auch für die Hexen früherer Jahrhunderte bzw. die weisen Frauen, Heilerinnen und Seherinnen der germanischen Stämme des Altertums und frühen Mittelalters? Das soll im Folgenden untersucht werden.
Unter den im Namen des Christentums verteufelten Hexen versteht der Autor dieses Weblogs Anhänger der Alten vorchristlichen Religionen sowie weise Frauen und auch Männer, die noch in der schamanistischen Tradition standen und deswegen verfolgt wurden. Praktizierende der Alten Religionen hatte ja schon Karl der Große mit dem Tode bedroht. Papst Innozenz VIII hat dann mit seiner „Hexen-Bulle“ 1484 die schon 50 Jahre vorher begonnenen Hexenverfolgungen gerechtfertigt und dadurch vielerorts erst möglich gemacht. Insbesondere betont die Hexenbulle, dass gegen Personen, die vom Glauben abgefallen seien, rücksichtslos vorgegangen werden solle.
In den Protokollen der bekannter weise häufig durch Folter erzwungenen Geständnisse ist immer wieder die Rede davon, dass die angeklagten Personen an Feierlichkeiten und Tänzen mit erotisch orgiastischem Charakter teilgenommen hätten. Orgiastische Fruchtbarkeitsfeiern zu Beginn des Frühlings waren in vorchristlichen Zeiten üblich. Die Angeklagten gestanden vielfach auch, dass sie sich durch den sogenannten „Hexenflug“ an den Ort der Feierlichkeiten begeben hätten. Hierfür gibt es folgende Erklärung: Unter dem Hexenflug kann man eine schamanistische Reise verstehen, die von der Freiseele unternommen wird, die jeder Mensch besitzt. Sie geht im Allgemeinen dorthin, wohin die Aufmerksamkeit eines Menschen geht. Siehe auch das Weblog des Autors vom 13.12.2009: „Wo die Aufmerksamkeit eines Menschen hingeht, dorthin geht auch sein Geist, seine Freiseele.“ Insbesondere im Schlaf verlässt die Freiseele den Körper, wie der Autor bei sich und anderen beobachten konnte. Sie hat auch ein Gewicht. Wie der Chemiker Dr. Klaus Volkamer feststellen konnte, verringert sich das Gewicht eines Menschen beim Einschlafen um einen bestimmten Betrag, um sich dann beim Erwachen wieder um diesen Betrag zu erhöhen. Der Schamane unternimmt solche Reisen bewusst, während das bei den meisten Menschen nicht der Fall ist. Bei den in den alten Traditionen Bewanderten kann man vermuten, dass viele diese Fähigkeit des Menschen kannten und sie bewusst einsetzten. Die Schamanen werden bei einer schamanischen Reise gewöhnlich von einem Hilfsgeist begleitet, auf dem sie auch reiten und dem sie nur das Ziel vorgeben müssen, worauf er sie dann sicher hinbringt. Der Hilfsgeist oder Verbündete des Schamanen tritt in der Regel als Tier auf. Der entsprechende Hilfsgeist der sogenannten Hexen könnte mitunter eine Katze gewesen sein – dies ist mitunter den Protokollen zu entnehmen – oder aber ein Hilfsgeist, der mit dem Wala genannten Zauberstab der Priesterinnen der germanischen Religion verknüpft war. Das könnte zu der Vorstellung geführt haben, dass der sogenannte Hexenflug, die schamanische Reise der Freiseele, auf einem magischen Besen unternommen wurde.

Trudenstein bei Schierke vom Mittelpunkt des Kultplatzes aus, der sich vor dem Trudenstein befindet
Trudenstein bei Schierke, fotografiert vom Mittelpunkt des Kraft- und Kultplatzes aus, der sich vor dem Trudenstein befindet (eigenes Foto)

Schnarcher Klippen

Schnarcher-Klippen bei Schierke, auch vor diesen Klippen befindet sich ein Kraft- und Kultplatz (eigenes Foto)

Altenröder Steinkreis bei Wernigerode, ein Kraft- und Kultplatz, der von den Germanen als Thing-Stätte genutzt wurde

Altenröder Steinkreis bei Wernigerode im Harz, ein Kraft- und Kultplatz, der von den Germanen als Thing-Stätte genutzt wurde (eigenes Foto)

Man kann zwei Arten von Zusammenkünften der Anhänger der Alten Religionen sowie der Weisen Frauen und traditionellen Heilerinnen und Heiler unterscheiden, und zwar solche, die am Erdboden stattfanden und zu denen sie hin pilgerten und solche, die in den Lüften stattfanden und zu denen sie sich mit ihrer Freiseele mit oder ohne verbündeten Hilfsgeist hin schwebten. Die ersteren waren starke Plätze, insbesondere der Erd-Kraft und solche unter sogenannten Einstrahlpunkten. Beide Kräfte sind vielfach am gleichen Ort vorhanden. Es konnten auch heilige Bäume sein, welche die Erd-Kraft abstrahlten oder aber auch heilige Quellen mit rechtsdrehendem heilenden Wasser. (Einstrahlpunkte sowie rechtsdrehendes Wasser sind in der Radiästhesie bekannt.) Durch die Riten, die an solch starken Plätzen stattfanden, wurden diese Orte zu Kultplätzen.
Die Stellen, an denen sich die Freiseelen der Menschen insbesondere zum Tanz treffen, liegen in der Luft, vielleicht zehn bis zwanzig Meter oberhalb der Erdoberfläche und sind ebenfalls starke Plätze, über die der Autor aber sonst nichts weiß, außer dass für sie wie für andere Kult-Orte auch ein Hüter-Geist zuständig ist. Wie bereits erwähnt, findet sich auf dem Brocken-Plateau wie auf vielen anderen Bergkuppen neben den Tanzplätzen der Naturgeister auch ein Tanz- und Versammlungs-Platz der Freiseelen von Menschen. Was waren das für Menschen, deren Freiseelen sich hier zum Tanz trafen. Wenn der Autor in die Vergangenheit zurückgeht, dann war die größte Betriebsamkeit hier in den Vollmondnächten des Frühlingsanfangs von etwa 300 vor bis 800 nach Chr. Vor allem trafen sich zu dieser Zeit hier die Freiseelen der Priester, der Goden, sowie der Priesterinnen und Seherinnen der hier siedelnden germanischen Stämme. Zwischen 800 und 1200 n. Chr. ging ihre Anzahl zurück. Danach kamen nur noch wenige, am wenigsten aber zur Zeit der Hexen-Verfolgungen und danach. Das heißt nicht, dass die Freiseelen der Menschen sich nicht immer wieder in der Nacht zum Tanz treffen und dort auch mit ihren verstorbenen Angehörigen zusammenkommen. Das geschieht wie eh und je. Dabei wird Wiedersehen gefeiert und es werden Abmachungen getroffen und es finden dort noch viele andere Dinge statt, die für das Leben der inkarnierten Menschen von großer Bedeutung sind. Die Treffen finden nur nicht mehr auf dem Brocken-Plateau statt, sondern wie immer schon hauptsächlich in der Nähe der Siedlungen, in denen die sich Treffenden zu Hause sind. Der Brocken war ja auch vor allem ein Versammlungs- und Tanzplatz der Freiseelen spirituell entwickelter Menschen der Alten Religionen. Der Brocken war für sie der höchste Berg ihres Siedlungsgebietes, den sie, auch wenn sie als Priester, Heiler oder Krieger unterwegs waren, von weither aus allen Richtungen erblicken konnten, ein wenig vergleichbar mit dem heiligen Berg Fuji in Japan. Auch über dem Brocken-Plateau findet der Autor die „Spur der Heiligkeit“. Der Brocken war für die germanischen Priester und Priesterinnen ein heiliger Berg. Während der Fuji immer noch ein heiliger Berg ist und vielleicht auch bleiben wird, hat der Brocken heute seine Heiligkeit verloren. Aber der Brocken wird wieder ein heiliger Berg werden. Der Autor wagt eine Vorausschau: In etwa 300 Jahren wird der Brocken wieder ein heiliger Berg sein und bleiben.

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Die Bode bei Schierke am Fuß des Brockens (eigenes Foto)

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Haiku und Tanka, Jotin, Oktober 2012: Heilen mit Mana!

Samstag, Oktober 6th, 2012

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Polynesische Trommel, die Mana gespeichert hat (eigenes Foto).

Heilen mit Mana!

Es gibt zwei Arten von feinstofflicher Energie bzw. Substanz, die sehr unterschiedlich sind. Die eine ist Chi in seinen gröberen und feineren Formen, die andere das deutlich schwerere und Materie-ähnlichere  Mana, wie diese Energie in der polynesischen Tradition bezeichnet wird. Die Kung im südlichen Afrika  nennen sie Num. Mana bzw. Num ist auch die Energie, mit denen die Schamanen arbeiten. Sie wird frei, wenn diese beim Trommeln und Tanzen in Trance fallen. Mana lässt sich aber auch ansammeln, indem man sich mit der Absicht, Mana zu sammeln, in der Meditation auf den Atemstrom konzentriert. Konzentration auf den Atemstrom ist auch eine Yoga-Disziplin, genannt Pranayama. Mana stammt aus der Erde und ist eine bedeutende Heilungs-Energie, mit ihr lässt sich auch„Schicksal“ abändern, segnen und noch viele andere Dinge bewirken. Wie Chi so bewirkt auch Mana eine spirituelle Entwicklung, die aber bei Schamanen und den Kung anders verläuft als z.B. in der buddhistischen Tradition. Das Endziel ist jedoch das gleiche, nämlich die Verschmelzung des Mittleren Selbst mit dem Unteren und Höheren Selbst. Wenn sich diese drei Selbste des Menschen miteinander verbinden, so überleben sie als Einheit Tod und Verfall des grobstofflichen Körpers und der Mensch wird allem Anschein nach zu einem Unsterblichen, wie man ihn im Daoismus kennt. (Normalerweise überlebt das Untere Selbst den Tod des grobstofflichen Körpers nicht.)

Das Heilen mit Mana ist wirkungsvoller als das Heilen mit Chi, jedenfalls nach Auffassung und Erfahrung des Autors, allerdings auch deutlich aufwendiger.

Wie der Autor herausfand, dass man zwischen diesen beiden Arten von feinstofflicher Energie bzw. Substanz unterscheiden muss:

Der Autor ist Schamanenschüler in der Tradition des Anthropologen und Schamanismus-Forschers Michael Harner. Dies zur Einführung. In einem Völkerkunde-Museum fragte der Autor in einem Raum nach dem hier vorhandenen stärksten Objekt. Dies war eindeutig ein kleiner eiserner Vogel, den ein sibirischer Schamane bei Heilungen verwendet hatte. Mit diesem eisernen Vogel war ein starker Hilfsgeist verknüpft, der den Schamanen bei seinen Heilungen unterstützt hatte. Da dieser Hilfsgeist ja hier arbeitslos sei, bat er ihn mitzukommen und wies ihm auf der Fensterbank seiner Wohnung einen Mammutknochen als Stützpunkt an. Im Neo-Schamanismus nennt man Hilfsgeister Verbündete. Sie sind die eigentlichen Experten bei schamanischen Reisen und für Heilungen.

Eine dem Autor nahestehende Person litt über längere Zeit hinweg an einer Trigeminus-Neuralgie, einem äußerst schmerzhaften Gesichtsschmerz, welcher die davon Betroffenen mitunter Selbstmord begehen lässt. Um ihr zu helfen, nahm der Autor ein schamanisches Heilungs-Ritual vor, ohne ihr etwas davon zu sagen. Er bat den Hilfsgeist des sibirischen Schamanen aus dem Völkerkunde-Museum, ihm dabei zu helfen und begann ihn mit Chi zu versorgen. Soweit er sich erinnert, bat er dabei auch um die feinstoffliche Heilungs-Energie Reiki.  Aber kaum hatte er sich auf den schamanischen Hilfsgeist, seinen Verbündeten, wie er annahm, eingestellt und ihn um Hilfe gebeten, konnte er nicht länger sitzen bleiben. Es drängte ihn unwiderstehlich zu trommeln und zu tanzen. Er holte seine Schamanentrommel und begann sie zu schlagen und sich auf Strümpfen in seiner Wohnung zu drehen und zu tanzen. Sein Sinn war dabei darauf gerichtet, dem schamanischen Verbündeten die benötigte Energie zur Heilung des Patienten zuzuführen. Er tanzte lange Zeit und geriet allmählich in einen herabgesetzten ekstatischen Bewusstseinszustand. Er bemerkte, dass der sibirische Schamane gekommen war, der mit dem Hilfsgeist zusammen gearbeitet hatte, und erschrak. Aber der Schamane war anscheinend gekommen, um ihm zu helfen und der Autor tanzte, die Trommel schlagend, weiter und steigerte sich immer mehr in sein Trommeln und Tanzen. Plötzlich bemerkte er, dass eine seltsam glitzernde Energie an ihm hochstieg. Er hatte das Gefühl einer großen Gefahr und bekam ziemliche Angst. Dem Impuls abzubrechen stand jedoch sein unbedingter Wunsch entgegen, der unter der Trigeminus-Neuralgie leidenden Person zu helfen. So tanzte er, die Trommel schlagend, weiter. Ununterbrochen stieg die seltsam glitzernde Energie weiter an ihm hoch und plötzlich gab es in seinem Kopf eine Art Explosion. Er taumelte und stürzte zu Boden. Gleichzeitig trat er in einen stark veränderten Bewusstseins-Zustand ein. Neben dem Schamanen bemerkte er nun auch noch andere Wesenheiten, die bei ihm waren. Sein Bewusstsein war offensichtlich erweitert. Er war verwirrt und blieb eine Zeitlang liegen, aber anscheinend hatte er sein Ziel erreicht. Der Hilfsgeist erhielt jetzt, da der Autor in seinem erweiterten Bewusstseins-Zustand am Boden lag, von ihm die notwendige Energie für die Heilung. Er hatte das Gefühl, dass die Heilung in diesem Zeitraum ziemlich rasch stattfand und erhielt später auch die Bestätigung dafür, dass eine Heilung erfolgt war.

Was war das für eine Erfahrung, die der Autor gemacht hatte? Von der glitzernden Energie, die gegen Schluss des Heilungs-Rituals an ihm hochgestiegen war, hatte er noch nie etwas gehört oder gelesen. Jahre später fiel ihm das Buch „Num, Heilen in Ekstase“ von Richard Katz, Dozent für Psychologie an der Harvard Medival School, in die Hände. Das Buch erschien 1985 im Ansata-Verlag. Dort fand er Parallelen zu seinen Erfahrungen.

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Im Vordergrund halb unter den Felsen ehemaliger Tanzplatz der Kung in Namibia (eigenes Foto). Die Felsen haben  die Heilkraft Num bzw. Mana in starkem Masse gespeichert. Den Schwingungen nach zu urteilen, wurde auch hier der Dwe oder Giraffen-Tanz getanzt. Man erhält Resonanz bei der Konzentration auf „Dwe“.

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Die Felsmalerei „Weiße Dame“ am Brandberg in Namibia (eigenes Foto). Alle vier menschlichen Gestalten haben Num bzw. Mana gespreichert, jedoch keines der Tiere (Oryx-Antilopen). Die menschliche Gestalt rechts unten, deren Unterkörper weiß gezeichnet ist, ist die sogenannte „Weiße Dame“. Sie hat das meiste Num bzw. Mana gespeichert. Sie ist ein Num kausi, ein Meister des Num. Bei der Konzentration auf „Num kausi“ erhält man Resonanz. Das Alter der Zeichnungen wird auf zwei- bis viertausend Jahre geschätzt.

Katz beschreibt in seinem Buch die Ergebnisse seiner Feldforschungen bei den Kung-San, einem Jäger-und Sammlervolk in der Kalahari im südlichen Afrika. Der Schwerpunkt seiner Feldforschungen lag auf dem Heiltanz der Kung-San. Der Heiltanz ist ein zentrales Erlebnis im Leben der Kung und findet im Mittel etwa viermal im Monat statt. Der Tanz dauert normalerweise von der Abend- bis zur Morgendämmerung. Die Männer, denen sich zeitweise auch einige Frauen anschließen, tanzen um eine Gruppe von Frauen herum, die um ein Feuer sitzen und singen und dabei rhythmisch in die Hände klatschen. Die Männer tragen zum Teil Tanzrasseln an den Knöcheln. Die Lieder, die gesungen werden, sind Num- und Heilungs-Lieder. Nach und nach wird der Tanz intensiver und ein oder zwei der Tanzenden beginnen zu schwanken. Ihre Beine fangen an zu zittern und einer von ihnen fällt vielleicht auch hin. Sie zittern am ganzen Körper und winden sich schmerzvoll. Anfänger können auch ganz die Kontrolle verlieren. Jetzt sind sie in den Zustand eingetreten, in dem sie heilen können. Allein oder von jemand geführt, gehen sie zu den Anwesenden hin und beginnen sie zu heilen. Dabei ziehen sie die Krankheiten mit den Händen aus dem Körper heraus und werfen sie in Richtung des freien Geländes.

Wie erfahrene Heiler Katz berichteten, steigt beim Num-Tanz eine Energie an der Wirbelsäule entlang hoch, bis sie einen Punkt erreicht, der etwa an der Schädelbasis liegt. Dadurch treten sie in einen veränderten Bewusstseinszustand ein, eine Bewusstseins-Erweiterung, die sie Kia nennen. Wenn sie dabei sind, in diesen Zustand einzutreten, empfinden sie Todesangst und es ist ihnen, als ob sie sterben müssten. Sobald sie in diese  Bewusstseins-Erweiterung erlangt haben, erkennen sie die Krankheiten, von denen ihre Stammesbrüder geplagt werden und verfügen über die Heil-Energie Num, mit der sie diese Krankheiten heilen können. In diesem sogenannten Kia-Zustand können sie auch mit Geistwesen und Gottheiten Kontakt aufnehmen und von ihnen Informationen über die Krankheiten erhalten, die sie heilen wollen. Alle Anwesenden werden von den Heilern behandelt. Vor der Num empfinden die Kung eine ehrfürchtige Scheu.

Nicht alle der Tänzer erreichen den Kia-Zustand, in dem sie heilen können. Bis sie erwachsen sind, gelingt dies jedoch mehr als der Hälfte der Männer und etwa zehn Prozent der Frauen.

Schamanen wie z.B. die sibirischen Völker besitzen die Kung nicht, wohl aber „Num kausi“, das sind Meister oder Besitzer der Num.

Die Num der Kung ist für den Autor dieses Weblogs die gleiche Energie, über welche die Schamanen der zircumpolaren Nordhalbkugel aufgrund ihrer Trance-Tänze verfügen und welche auch der Autor, wie oben beschrieben, einem schamanischen Hilfsgeist zur Verfügung stellte, damit dieser die beschriebene Heilung durchführte. Bei den Polynesiern wird  diese Energie Mana genannt. Die Polynesier haben sie u.a. auch dazu verwandt, um „Schicksal“ abzuändern. Sie lässt sich auch durch Konzentration auf den Atemstrom ansammeln. Mana stammt aus einer tieferen Erdschicht als die Energien der Erd-Mutter, von der im letzten Weblog die Rede war. Dies stimmt damit überein, dass Schamanen vielfach (mit ihrer Freiseele) in der Erde unterwegs sind, um z.B. Verbündete zu finden.

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Die Drei Nornen, Abb. aus „Engel, der die Erde segnet!“ Dort ist auch angegeben, wie sich „Schicksal“ abändern lässt. Das Buch kann als Begleiter auf dem spirituellen Weg angesehen werden.