Archive for September, 2008

Haikus und Tankas, Jotin, 23.09. bis 02.10.08: Inwiefern ist das höhere Selbst ein unbeteiligter Beobachter!

Dienstag, September 23rd, 2008

Symbol der Gottheit und damit auch des höheren Selbst!

Symbol der Gottheit und damit auch des höheren Selbst!

Strahlenkranz mit Dreieck und Auge als Symbol Gottes über dem Meer. Da das höhere Selbst ein abgespaltener Teil der Gottheit ist, ist dieses Bild auch ein Symbol des höheren Selbst. (eigene Fotos; das Auge Gottes entstammt einem Bild von Christine Lehmann)

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Inwiefern ist das höhere Selbst ein unbeteiligter Beobachter?

Nach den Erfahrungen altindischer Mystiker, wie sie in den Veden niedergelegt sind, ist der oberste Lenker des Menschen atman oder das höhere Selbst. Es ist tief verborgen und viele Menschen lernen es nie kennen. Doch wer mit ihm in Verbindung kommt, gelangt in den Besitz göttlich-kosmischer Kräfte und steht über allen Ängsten, Kämpfen und Wechselfällen des Lebens, denn das höhere Selbst ist letztlich identisch mit Brahman, der Weltseele. Die Wirkungen, die beide erzeugen, sind parallel.

Brahmanen-Söhne lernten das höhere Selbst kennen, wenn sie als junge Hirten-Krieger zum ersten Mal dem Schock-Erlebnis einer Schlacht Mann gegen Mann ausgesetzt waren. Sie sahen sich in ihrer Existenz bedroht und mussten handeln. In diesem Moment stiegen eine Kraft und ein intuitives Wissen in ihnen auf, das sie bisher nicht gekannt hatten. Nun wussten sie, was sie zu tun hatten, vergaßen Schmerz und Angst und taten das Richtige. Das höhere Selbst in ihnen hatte die Führung übernommen und stattete sie mit Wissen, Selbstvertrauen, Mut und Kraft aus.

Wenn ein Brahmanen-Sohn nach einer solchen Erfahrung  zurückkehrte, waren die bezeichnenden Begrüßungsworte seines Lehrers:

„Mein Lieber, du glänzt wie einer, der das (höhere) Selbst kennt“!

Denn das höhere Selbst zu „kennen“, bedeutet nicht nur, Anteil zu haben an seiner Furchtlosigkeit und unerschöpflichen Kraft, sondern es vermittelt auch eine Seligkeit, die sich über den ganzen Menschen ausbreitet und insbesondere an seinem Gesicht abzulesen ist.

Erfahrungen des Autors:

Der Autor kam mit dem höheren Selbst zum ersten Mal in Berührung, als er sich auf der Schwelle zum Erwachsenen eine Zeitlang sehr unglücklich und verzweifelt fühlte. Er begegnete seinem höheren Selbst, als während einer Wald-Wanderung der Hader mit seinem Schicksal einen neuen Höhepunkt erreichte. Die Begegnung mit dem höheren Selbst kehrte seine seelische Verfassung dann sozusagen um. In seinem Inneren kam er mit etwas in Berührung, das er als seinen Ur-Geist (einer der Namen für das höhere Selbst) empfand. Dieser wirkte vertrauensvoll und souverän und stand hoch über den Dingen, die dem Autor bedrohlich erschienen. Dem Autor wurden Worte eingegeben, die er aus einer Erzählung von Rudyard Kipling kannte: „Lass doch den Schmutz ein wenig im Schmutz wühlen, ehe er wieder zu Schmutz wird“! Die indischen Götter trösten hiermit Mutter Ganga, die Göttin des Ganges, und Krishna, der Vielgeliebte, schlingt ihr, welche die Gestalt eines großen Krokodils angenommen hat, seine Arme um den kalten Hals. Mutter Ganga ist tief unglücklich, weil die Menschen ihre Fluten mit einer Brücke in Fesseln geschlagen haben. Der Hochwasser-Pegel steigt und steigt, doch die siebenundzwanzig Pfeiler der Brücke halten den Wassermassen stand. „Lass doch den Schmutz ein wenig im Schmutz wühlen, ehe er wieder zu Schmutz wird. Es ist ja nur für eine kleine Weile.“ Diese Sätze, mit denen die Hindu-Götter Mutter Ganga trösteten, ging dem Autor immer wieder durch den Kopf. Gleichzeitig wurde er von großer Kraft und Zuversicht und sogar Glück erfüllt. Von diesem Zeitpunkt an fühlte er sich den Herausforderungen gewachsen, die an ihn gestellt wurden! 

Max Freedom Long:

Max Freedom Long hat die aus Hawai stammende Huna-Lehre über das höhere Selbst in den Westen und die Neuzeit übermittelt. Die Huna-Lehre unterteilt den Menschen in drei Bestandteile: das untere, das mittlere und das höhere Selbst. Das untere Selbst entspricht dem Unbewussten in uns. Das mittlere Selbst ist das persönliche Ich, mit dem wir uns normalerweise identifizieren. Nach der Huna-Lehre kann das mittlere Selbst den Kontakt mit dem höheren Selbst nur mit Hilfe des unteren Selbst, d.h. dem Unbewussten herstellen. Das Unbewusste kann unsere Gedanken durch Gefühle, Bilder und Stimmungen unterstützen. Max Freedom Long ist der Auffassung, dass auch Jesus am Abend vor seiner Kreuzigung Zuversicht und Kraft durch sein höheres Selbst erhielt. Er bezeichnet das höhere Selbst in diesem Zusammenhang als Vater-Geist.

Bevor Judas seinen Verrat beging, verließ Jesus seine Jünger. Er ging abseits, um zu beten und sagte zu seinen Begleitern, er sei betrübt bis in den Tod. Er fiel auf die Erde nieder und betete „Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe.“ Aber Jesus erlangte dieses Mal noch keinen Trost. So ging er einige Zeit später wieder hin und betete. Aber auch beim zweiten Mal konnte er aus seinem Gebet noch keine Kraft schöpfen. Etwas später betete er zum dritten Mal mit den gleichen Worten wie die beiden vorhergehenden Male. (Auch die hawaianischen Schamanen, die Kahunas, sprachen wichtige Gebete dreimal im gleichen Wortlaut.) Diesmal wurde Jesus getröstet, nach Auffassung von Max Freedom Long durch sein höheres Selbst. Er kehrte mit ausgeglichenem Gemüt zu seinen Jüngern zurück und sagte ihnen, sie sollten schlafen und ausruhen. Ob nun Jesus Trost von seinem höheren Selbst oder einer noch höheren Instanz erhielt, die Tröstung, die ihm am Abend vor seinem Kreuzes-Tod zuteil wurde, entspricht dem Zuwachs an Kraft, Mut und Zuversicht, wie ihn ein normaler Mensch in sehr schwierigen Situationen durch sein höheres Selbst erhält.   

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Decken-Gemälde in der Kirche zu Dagebüll, Nordfriesland  (eigenes Foto)

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Inwiefern ist das höhere Selbst ein unbeteiligter Beobachter:

Nach altindischer Lehre ist das höhere Selbst der oberste Lenker und gleichzeitig auch der unbeteiligte Zeuge allen Tuns. Es ist beobachtend anwesend, jedoch nicht verflochten in das Geschehen, sei dies glücklich oder leidvoll. Nach der späteren nachbuddhistischen Vedanta ist das höhere Selbst nicht nur unbeteiligt, sondern auch untätig.

Untätig im Leben eines Menschen ist das höhere Selbst nach den Erfahrungen des Autors allerdings keinesfalls. Unbeteiligt ist es nur insofern, als es sich nicht in die glücklichen oder leidvollen Emotionen eines Menschen hineinziehen lässt. Gleichgültig, was geschieht, es ist immer von heiterer Gelassenheit. Es flößt dem Menschen Mut und Kraft in äußerst schwierigen Situationen ein und hilft ihm dadurch zu überleben. Sein Einfluss auf das menschliche Leben ist allein schon dadurch enorm. Das höhere Selbst kann sich aber auch in unterschiedlichem Grad in weniger lebensbedrohlichen Situationen am Tun eines Menschen beteiligen, an ernsthaft betriebener Meditation z.B. Ohne das Mitwirken des höheren Selbst ist einer Meditation kein wirklicher Erfolg beschieden. Wenn man sich in einer Meditation, an der das höhere Selbst beteiligt ist, auf das Hara (zwei Finger breit unter dem Bauchnabel und ein Drittel in den Bauchraum hinein) konzentriert, dann kann man das höhere Selbst in seinem Energie-Aspekt wie ein wärmendes Kissen auf dem Bauch verspüren. Das Wärme-Gefühl ist umso stärker, je mehr sich das höhere Selbst an der Meditation beteiligt. Die Unterschiede im Grad der Beteiligung des höheren Selbst an der Meditation können gewaltig sein. So wird der Meditierende von unterschiedlichen Mengen feinstofflicher Energie durchströmt.

Im nächsten Weblog wird darauf eingegangen, welche Möglichkeiten es gibt, mit dem höheren Selbst in Verbindung zu treten.

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Symbol des Urgeistes Yuan Shen in einer Kalligraphie von Christine Lehmann!

Symbol des Ur-Geistes Yuan Shen in einer Kalligraphie von Christine Lehmann (Christine Lehmann wird Auszüge aus ihrem künstlerischen Lebenswerk mit Schwerpunkt auf Kalligraphie in Kürze in einer eigenen Homepage darstellen (siehe christine lehmanns bilder-gallerie).)

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1001

Die Nacht der Seele

endet mit dem Erscheinen

des höheren Selbst!

1002

Bevor ein Mensch stirbt,

verlässt ihn die Seele, um

Quartier zu machen!

1003

Die Gruppen-Seele

der Tauben hilft dem Tier, das

vor dem Falken flieht! 

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Haikus und Tankas, Jotin, 13.09. bis 22.09.08: Glaubens-Systeme, Mythen und Rituale sind im übertragenen Sinne wahr und von großer Bedeutung für das Leben auf der Erde!

Samstag, September 13th, 2008

Konzentrische Kreise als geharktes Sand-Muster in einem Zen-Garten in Kyoto/Japan

Konzentrische Kreise als geharktes Sand-Muster im Ryogen-in Zen Tempel in Kyoto/Japan (eigenes Foto)

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Sand dient in Trocken-Gärten als Ersatz für Wasserflächen und wird mit einer Harke aus Holz in bestimmten Mustern geharkt.

Das alltägliche Harken des Sandes ist ein wichtiges Ritual der in den Tempeln lebenden und arbeitenden Zen-Mönche.

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Der Zen-Garten Ryoan-ji in Kyoto/Japan aus dem 15./16. Jh.

Der Zen-Garten Ryoan-ji in Kyoto/Japan aus dem 15./16. Jh. (eigenes Foto)

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Drei der fünf Steingruppen im Zen-Garten des Ryoan-ji!

Drei der fünf Steingruppen im Zen-Garten des Ryoan-ji! (Foto Christine Lehmann)

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Der Zen-Garten des Tempels Ryoan-ji ist der berühmteste Trockenlandschaft-Garten in Japan. Er liegt im Süden des Hauptgebäudes der Tempel-Anlage. Auf den Fotos sind zwei bzw. drei der fünf Steingruppen mit insgesamt 15 Steinen zu sehen. Ansonsten besteht der Garten aus geharktem Sand und ein wenig Moos. An der Gartenmauer, einer mit Ziegeln bedeckten Lehmmauer, fanden Reparatur-Arbeiten statt,  als das obere Foto aufgenommen wurde. Der Steingarten gilt als einzigartiges Meisterwerk, das sich jedoch nicht jedem sofort erschließt. Den leichtesten Zugang sollen Zen-Meditierende haben.

Über dem Stein-Garten schwebt sein höheres Selbst mit der Kraft der Heiligkeit, in etwas größerer Höhe ein Bodhisattva (buddhistisches Erleuchtungs-Wesen), der sich gleichzeitig als Kami (japanische Gottheit) ansprechen lässt. Die Haupt-Energie des Gartens entspricht derjenigen

von Hexagramm 23) BO / DIE ZERSPLITTERUNG mit der Walter Niesel Affirmation ICH WEICHE DESTRUKTIVEN KRÄFTEN AUS.

Die zweitstärkste Energie ist die von Hexagramm 24) FU / DIE WIEDERKEHR mit der Walter Niesel-Affirmation ICH ERNEUERE DEN NATÜRLICHEN FLUSS MEINES LEBENS.

Diese beiden wichtigsten Energien der Heilung und Erneuerung senken sich von oben in breitem kraftvollem Fluss auf den Steingarten des  Ryonan-ji herab, auf die den Sand harkenden Mönche, aber auch auf die Besucher des Garten.  

Nach dem Dreifaltigen Himmelszelt im Entschlüsselten I-Ging entsprechen die Hexagramme 23 und 24 den beiden Solarperioden des Winter-Ausklangs, in dem sich verborgen in der Erde bereits kraftvoll das neue Leben des unmittelbar bevorstehenden Frühjahrs entfaltet.

Die Anziehungskraft des Ryoan-ji ist nach Auffassung des Autors vor allem darauf zurückzuführen, dass hier höhere Wesen Kräfte zur Verfügung stellen, welche körperliche, geistige und seelische Heilung sowie körperliche, geistige und spirituelle Erneuerung bewirken. Der hier verweilende Besucher lädt sich mit diesen Kräften auf und erhält Impulse für einen Neuanfang. Die Kräfte sind in starkem Maße sinngebend. Sie vermitteln das (unbewußte) Wissen, dass wir ewige Wesen sind.

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 Im Pflanzen-Garten des Ryoan-ji!

Im Pflanzen-Garten des Ryoan-ji! (eigenes Foto)

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Glaubens-Systeme, Mythen und Rituale sind im übertragenen Sinne wahr und von großer Bedeutung für das Leben auf der Erde!

Eine große Bedeutung innerhalb der Religionen der Welt haben Rituale, feierliche Handlungsabläufe, mit denen höhere Wesen herbei gerufen werden. Die höheren Wesen bringen Kraft auf die Erde und in die Körper und Seelen der Menschen. Diese Kraft wirkt heilend und kann auch für andere Zwecke verwendet werden. Nach den Erfahrungen bedeutender indianischer Medizinmänner, wie sie von Thomas E. Mails aufgezeichnet wurden, gilt folgendes: Wer an einem Ritual teilnimmt, kann mit der Kraft höherer Wesen erfüllt werden und kann diese Kraft auch anderen anbieten. Ein gewisser Teil der Kraft dient der Stärkung für das tägliche Leben; ein anderer Teil kann bewirken, dass man außergewöhnliche Ausdauer besitzt. Mit der Kraft der höheren Wesen können besondere Einsichten gewonnen  und  ungewöhnliche Dinge getan werden. Man kann man mit ihr heilen und weissagen. Die Kraft wird in erster Linie nicht für sich selber herbeigerufen, sondern für das Wohl anderer. (Siehe auch die in den Weblogs vom 6. bis 10.03.08 sowie 6. bis 10.07.08 beschriebenen Erfahrungen des Autors während eines Inipi-Rituals mit dem Lakota Medizinmann Archie Fire Lame Deer. Nach diesen Erfahrungen tritt zu Beginn des Rituals eine seelische Reinigung der Teilnehmer ein, der eine große Bedeutung zukommt.)

Rituale werden vielfach durch das Erzählen heiliger Mythen sowie das Vorlesen heiliger Texte eingeleitet. Zu Beginn des Inipi-Rituals, das über mehrere Tage ging, trug der Medizinmann Archie Fire Lame Deer den Mythos von der heiligen Büffelkuh-Frau vor:

Zwei Jäger trafen eine wunderschöne, in weißes Leder gekleidete Frau, die ein Bündel auf dem Rücken trug. Einer der beiden Männer wollte sich an ihr vergehen und wurde darauf hin von ihr auf magische Weise durch Schlangen getötet. Den Überlebenden schickte sie ins Lager, damit er ihre Ankunft ankündigte. Ein Zelt wurde hergerichtet und darin übergab die Frau dem Anführer der Lakota die Heilige Pfeife als Mittel der Kommunikation mit Wakan Tanka, dem Großen Geist. Sie erläuterte die Symbolik der Form der Heiligen Pfeife und gab Anweisungen, wie sie in den sieben heiligen Riten verwendet werden sollte. Auf diese Weise wurden auch die sieben heiligen Riten der Lakota eingerichtet. Nachdem alles getan war, verwandelte sich die Frau in ein rotbraunes Bisonkalb, ein weißes Bisonkalb und schließlich in einen schwarzen Bison.

Durch das Vortragen dieses heiligen Mythos wurden in den Anwesenden Gefühle der Ehrfurcht und Anbetung geweckt. Diese Gefühle bilden ein wesentliches Element für das Herbei-Rufen höherer Wesen, die mit diesem Ritual verbunden sind. Diese Gefühle stoßen gleichsam die Tür auf, durch welche die höheren Wesen, Gottheiten oder Engel, mit ihrem Glanz herein schweben. Ob der Mythos im herkömmlichen Sinne wahr oder nicht wahr ist, spielt dabei keine Rolle. Er darf nur nicht abgelehnt werden.

In Bezug auf das das christliche Evangelium dürfte etwas ähnliches gelten, für die Gebete während der heiligen Eucharistie z. B., die als der Kern des Mysteriums der Kirche angesehen wird. Nach Papst Benedikt XVI. gilt die Eucharistie als die heiligste Handlung der Welt am heiligsten Ort der Welt, bei der die Grenze zwischen Himmel und Erde aufreißt.

Ein höheres Wesen einfach nur zu rufen, ist weniger wirkungsvoll, als es mit ehrfürchtigen Gefühlen zu verehren. Dies gilt auch für die Naturgeister weniger hoher Rangordnung. Wenn man voller Sympathie an einen bestimmten Naturgeist, die Fee eines in vielen Fällen Heilung bewirkenden Holunder-Strauches denkt, dann wird sie herbeikommen. Dies gilt auch für die Geister verstorbener Angehöriger. Dies konnte der Autor immer wieder beobachten. Wenn man höheren Naturgeistern etwas schenkt, einen Kristall z.B. oder mit guten Wünschen aufgeladene Münzen, dann revanchieren sie sich mit einem Gegengeschenk, einem Segen z.B. oder einem Wissen, das für einen wertvoll ist.

Wenn höhere Wesen kommen, bringen sie einen überirdischen Glanz mit. Wolf Dieter Storl schreibt in seinem Buch Natur-Rituale in diesem Zusammenhang: „Am Abend ruft man die Götter wieder herbei (in Indien z.B.)…Man lädt sie ein, auf dem Thron, dem Altar, Platz zu nehmen. Es ist der Ehrenplatz; sie sind die verehrten Gäste, die man mit Leckerbissen, Gesang, Tanz, Blumen und Andacht verehrt. Nun sind sie wieder gegenwärtig und lassen uns teilhaben an ihrer Wonne. Wieder ist der Ort, die heilige Nische im Haus, der Platz unter dem Baum von einem übernatürlichen Glanz erfüllt, den jeder Anwesende wahrnehmen kann.“

Einrichtung des Abendmahls bzw. der heiligen Eucharistie durch Jesus Christus!Einrichtung des Abendmahls durch Jesus Christus! (eigenes Foto) Wandgemälde in der St. Clemens-Kapelle auf der nordfriesischen Insel Amrum 

Wird auch durch die Rituale des Christentums die Kraft Gottes bzw. höherer Wesen auf die Erde herab geholt?

Als Herzstück der christlichen Religion gilt die Feier der heiligen Eucharistie bzw. des Abendmahls innerhalb einer Messe. Sie wurde nach christlicher Lehre von Jesus Christus am Abend vor seinem Kreuzigungstod mit den Worten eingerichtet: „Tut dies zu meinem Andenken!“Wenn also ein christliches Ritual die Kraft höherer Wesen, hier diejenige von Jesus Christus, auf die Erde herab holt, dann sollte dies vor allem die Feier des Abendmahls sein. Die Gläubigen, die sich darauf vorbereitet haben, nehmen daran teil, indem sie die heilige Kommunion empfangen. In der katholischen Kirche ist dies geweihtes Brot. In welchem Zusammenhang steht nun dieses geweihte Brot mit Jesus Christus? Hierüber ist in den vergangenen Jahrhunderten viel gestritten worden.  Nach dem Glauben der katholischen Kirche enthält es den Leib, das Blut, die Seele und auch die Gottheit Jesu.Der im 16. Jahrhundert wirkende Reformator Zwingli sah im Abendmahl und seinen Elementen demgegenüber allein eine symbolhafte Kraft, die lediglich die Erinnerung an den Auferstandenen wecken soll.Der Auffassung des Abendmahls als Symbol, welches die Erinnerung an Jesus Christus weckt, dürften die heutigen Menschen am ehesten  zustimmen. Als „aufgeklärter“ Mensch sah auch der Autor die heilige Eucharistie zunächst nur als Symbol. Seine Erfahrungen waren jedoch andere: Als erstes lernte er, dass der stärkste Ort in einer katholischen Kirche der Tabernakel ist, in dem die geweihten Hostien (das geweihte Brot) aufbewahrt werden. Vom Tabernakel gehen die stärksten Schwingungen aus. Wenn Menschen, die hierfür ein Gespür haben, in einer katholischen Kirche nach dem Ort größter Heiligkeit fragen, dann werden sie von dem Tabernakel mit den geweihten Hostien wie magisch angezogen. (In einer Synagoge gehen die stärksten Schwingungen von dem Schrank mit den Thora-Rollen aus.)Wenn das geweihte Brot derart starke Schwingungen aufweist, kann es sich keinesfalls nur um ein Symbol handeln. Es gibt auch noch andere bedeutsame christliche Symbole in einer Kirche wie insbesondere das Kreuz. Von diesem geht aber nicht eine solche Kraft aus.  Was geschieht, wenn ein Gläubiger die heilige Kommunion empfängt: Die Christus-Kraft, die in der Hostie enthalten ist, geht auf ihn über und stärkt ihn. Wie sich radiästhetisch feststellen lässt, erhöht sie sein Energie-Niveau. Krankheitsgeister, die sich in ihm eingenistet haben, werden hinaus geworfen. Und es geschehen noch andere, bedeutsamere Dinge: In den Gläubigen, die die Kommunion empfangen haben und im Gebet versunken in den Bänken knien, vollzieht sich eine „Entsühnung“, eine Reinigung von Schuld und anderen seelischen Belastungen, die Krankheiten verursachen und die Verbindung zur Gottheit behindern. Gleichzeitig erfolgt eine Harmonisierung. Der Gläubige, der die heilige Kommunion empfangen hat, wird körperlich und seelisch gesünder. Christus nimmt tatsächlich „die Sünden der Welt hinweg“, wie es in einem Gebet heißt.

Als Haupt-Energien des geweihten Brotes findet der Autor diejenigen der I-Ging Hexagramme 23 und 24, wie sie auch der Zen-Garten des Ryoan-ji aufweist. Sie sind weiter oben beschrieben.

Der Autor hat mit seinen Beobachtungen den Schleier, der über dem Mysterium der heiligen Eucharistie liegt, zumindest für sich ein wenig gelüftet.  Weit mehr ist noch verborgen und möglicherweise unauslotbar. An folgendem besteht für ihn kein Zweifel:

Das Ritual der heiligen Eucharistie holt die Kraft Gottes bzw. des höheren Wesens Jesus Christus auf die Erde herab in die Körper und Seelen der Gläubigen, wo sie eine segenreiche Wirkung entfaltet.

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998

Dem Himmel nahe

gleißen hohe Berg-Gipfel

weiß im Sonnenlicht –

Spiegelbild der Reinheit und

Heiligkeit des Göttlichen!

999

Kraft der Gottheit senkt

sich herab auf Zen-Gärten

wie auf Altäre!

1000

Durch reine Menschen

strömt die Kraft des Heiligen

zur Erde nieder!

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Zen-Garten Ryoan-ji - Gesamtansicht (Eintrittskarte)

Zen-Garten Ryoan-ji – Gesamtansicht (Eintrittskarte)

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Haikus und Tankas, Jotin, 03.09. bis 12.09.08: Traf der Bannstrahl der „heiligen“ Inquisition den katholischen Priester und Zen-Meister Willigis Jäger zu Recht oder Unrecht?

Mittwoch, September 3rd, 2008

Hugo Lassalle, der mit der Kraft der Heiligkeit ein neues Bewußtsein begründete!

Hugo Lassalle, der mit der Kraft der Heiligkeit ein neues Bewußtsein begründete!

(Eigenes Foto einer Plakette im Zen-Meditations Zentrum Essen Werden)

Traf der Bannstrahl der „heiligen“ Inquisition den katholischen Priester und Zen-Meister Willigis Jäger zu Recht oder Unrecht?

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle (1898-1990), katholischer Priester und Zen-Meister, lebte als Jesuiten-Missionar über vierzig Jahre in Japan. Er sah die Gemeinsamkeiten buddhistischer Zen-Meditation und christlicher Mystik in ihrem Streben nach dem Eins-Sein mit der Großen Leere bzw. der Gottheit und lernte Zen. Als Zen-Lehrer und später Zen-Meister brachte er diesen mystischen Weg in das Christentum ein. Er gilt als der Wegbereiter der Verständigung zwischen Zen-Buddhismus und Christentum.

Viele christliche Theologen waren (und sind?) allerdings gegen eine Vermischung des Christentums mit Elementen einer Religion, die keinen Gott kennt, allerdings auch keine Dogmen.

Mit großem literarischem Einsatz setzte sich Hugo Lassalle für ein neues Bewusstsein ein, das mystisch ist und auf Erfahrung gründet. Die Zen-Meditation ist für ihn ein spiritueller Weg zu mystischen Erfahrungen, von denen Karl Rahner, einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts gesagt hat: „…der Fromme von morgen wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein.“

Einer der Schüler von Lassalle war Willigis Jäger (geb. 1925), katholischer Priester und Benediktiner Mönch, der ab 1969 sechs Jahre in Japan lebte und Zen übte. Nach Lassalle wurde der Zen-Meister Yamada Ko-un Roshi sein Lehrer. Dessen Nachfolger, Kuboto Roshi, übertrug Jäger 1996 eine volle Lehrerlaubnis „inka shamei“ genannt. Diese weist Willigis Jäger als 86. Nachfolger von Buddha Shakyamuni aus und ermächtigt ihn, andere in dieser Nachfolge zu bestätigen.

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Zen-Tempel Ginkakuji in Kyoto, Japan!

Zen-Tempel Ginkakuji in Kyoto, Japan! (eigenes Foto)

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Wasserfall im Ginkakuji Tempel-Garten!

Wasserfall im Ginkakuji Tempel-Garten! (eigenes Foto)

Willigis Jäger, Priester und Zen-Meister, traf Anfang des dritten Jahrtausends der Bannstrahl der „heiligen“ Inquisition.

Die römisch-katholische Glaubenskongregation warf Jäger 2001 vor, Glaubenswahrheiten der persönlichen Erfahrung unterzuordnen (Betroffene Artikel des neuen Katechismus der Katholischen Kirche: 70-73, 199-201, 261-267, 413-421, 436-440, 479-483, 490-511). Sie erteilte ihm ein Rede-, Schreib- und Auftritts-Verbot. Im Januar 2002 untersagte ihm das Bischöfliche Ordinariat in Würzburg deshalb die Ausübung jeder öffentlichen Tätigkeit.Jäger bat daraufhin, von der Abtei Münsterschwarzach, in der er als Zen-Lehrer wirkte, beurlaubt zu werden.

2003 wurde Jäger spiritueller Leiter des Benediktus-Hofes in Holzkirchen in Unterfranken, einer nicht konfessionsgebundenen Institution, wo er bis heute lebt und arbeitet. In den 90er Jahre wurde von Willigis Jäger die Würzburger Schule der Kontemplation mit dem heutigen Zentrum Benediktus-Hof Holzkirchen gegründet. Inzwischen wirken über 120 Kontemplationslehrer und von Jäger bestätigte Zen-Lehrer der Sanbo-Kyodan-Schule international mit. Alle Kurse verfolgen das Ziel, das kontemplative Gebet und die Mystik in den Religionen wieder zu beleben.

Nun zu der schwierigen Frage, ob der Bannstrahl der „heiligen“ Inquisition den katholischen Priester und Zen-Meister Willigis Jäger zu Recht oder Unrecht traf.

Unter den Theologen gibt es Befürworter und Gegner in bezug auf das Vorgehen des Vatikans. Der Autor, der über Meditations-Erfahrung verfügt und auf den feinstofflichen Ebenen Dinge wahrnimmt, die den meisten Menschen verborgen sind, möchte eine Antwort hierauf versuchen. Sowohl dem Zen-Weg als auch dem Christentum steht er positiv gegenüber. Als erstes möchte er den großen Wert betonen, den der Zen-Weg für eine vertiefte Spiritualität darstellt. Ein spiritueller Fortschritt, wie er sich u.a. in der Kraft der Heiligkeit zeigt, wird auf diesem Weg heute viel sicherer erworben als auf den althergebrachten christlichen Wegen.

Wer auf einem spirituellen Weg fortschreitet, nimmt sein Ego zurück. Er fühlt sich in immer stärkerem Maße als Teil der Schöpfung und in Liebe mit ihr bzw. den Menschen und anderen Gechöpfen verbunden. Dies ist eine der grundlegenden Erfahrungen, welche der Autor zu seiner Verblüffung in der Meditation immer wieder machen durfte. Diese Einheits-Erfahrung ist beglückend. Sie geschieht nach und nach, wenn der Meditierende auftauchende Gedanken  beiseite schiebt und dadurch allmählich in tiefere Bewusstseins-Schichten gelangt. Sie ist anscheinend unabhängig von Welt-und Gottes-Vorstellungen. Die Einheits-Erfahrung  bleibt nicht auf die Meditation beschränkt. Der Mensch auf dem spirituellen Weg verwandelt sich dauerhaft. Es tritt eine Transformation ein, die sein Leben verändert.

Diese Gesetzmäßigkeit ist in der Literatur, darunter auch von Willigis Jäger, öfters beschrieben worden. Willigis Jäger hat sich um die Verbreitung des sprituellen Weges der Zen-Meditation außerordentlich verdient gemacht.

Eine solche Einheits-Erfahrung führt auch dazu, dass Gott nicht mehr als derjenige empfunden wird, der dem Menschen als der ganz andere gegenüber steht, wie dies nach Auslegungen christlicher Dogmen der Fall ist.

Als erstes hat die Betonung der Einheits-Erfahrung den Priester und Zen-Meister Willigis Jäger in Widerspruch zu den Auffassungen der Wächter des katholischen Glaubens gebracht.

Der Autor ist der Ansicht, dass ein solcher Widerspruch hauptsächlich nur scheinbar aufgrund einer Überbewertung bestimmter Formulierungen und überhaupt der Sprache besteht, die für eine Beschreibung ewiger Dinge letztlich ungeeignet ist. Er selber bevorzugt für die Darstellung der Beziehung zwischen Mensch und Gott das folgende Gleichnis aus der indischen Mystik:

Nach diesem Gleichnis aus der indischen Mystik ist der Mensch wie ein Fluss, Gott aber wie das Meer. Meer und Fluss enthalten beide Wasser, doch das Meer kann den Fluss, ein Fluss jedoch niemals das Meer aufnehmen.

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Bodhidharma, der Zen-Patriarch, der Zen im 6. Jahrhundert von Indien nach China brachte!

Bodhidharma, der Zen-Patriarch, der Zen im 6. Jahrhundert von Indien nach China brachte!

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Ein Dogma, das Jäger nach Auffassung der Glaubenskongregation ebenfalls seiner persönlichen Erfahrung untergeordnet haben soll, ist auch der folgende Artikel 413 des neuen Katechismus:

413 „Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden … Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt“ (Weish 1,13; 2,24). 

An diesem Dogma kann man nach Auffassung des Autors erkennen, dass eine Aktualisierung bestimmter Glaubenssätze notwendig ist, wie sie von Papst Johannes XXIII. auf dem von ihm einberufenen Konzil 1962 gefordert wurde. Das Ende des Konzils 1963 erlebte dieser Papst nicht mehr. (Johannes XXIII., der im Jahre 2000 selig gesprochen wurde, verfügte über die Kraft der Heiligkeit.) Der Glaubenssatz 413  steht im Widerspruch zu der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass sich der Mensch aus der Tierreihe entwickelt hat. Ohne den Tod des stofflichen Körpers hätte die Evolution der Mehrzeller aus den Einzellern und der höheren Lebewesen aus den einfachen nicht stattfinden können.

Die Existenz des Teufels wird hierdurch vom Autor nicht infrage gestellt.

 Buddha-Statue

Buddha-Statue (eigenes Foto)

Dürfen spirituelle Erfahrungen Glaubenssätzen untergeordnet werden?

Dies wird darauf ankommen, mit welcher Wucht ein Mensch von seinen spirituellen Erfahrungen getroffen wird und für wie wahr er die diesen Erfahrungen eventuell anscheinend oder nur scheinbar widersprechenden Glaubenssätze hält. Eine weitere Frage ist, welcher Wahrheitsgehalt einer solchen spirituellen Erfahrung zukommt und inwieweit sie verallgemeinert werden kann. Einer Glaubenskongregation kann kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie ihren Aufgaben nachkommt und die spirituellen Erfahrungen einzelner Mystiker den Glaubensätzen ihrer Religion unterordnet. Es wird jedoch eine Zeit kommen, in welcher bestimmte spirituelle Erfahrungen „Allgemeingut“ sein werden. Wenn dann auch die Päpste und die Mitglieder von Glaubenskongregationen diese Erfahrungen machen, werden sie die alten Glaubenssätze aktualisieren.

Für den Autor ist eine unumstößliche Erfahrung, dass in der Aura eines Menschen nicht nur die Ereignisse seines jetzigen Lebens, sondern auch die  vergangener Leben gespeichert sind. Hieraus ergibt sich für ihn, dass der Mensch in der Regel einige Zeit nach dem Tod des Körpers in einem neuen Körper wieder geboren wird. Die Erfahrungen der einzelnen Leben sind in Schalen um den Körper von innen nach außen enthalten und können dort abgerufen werden. Sie liegen umso weiter räumlich außerhalb, je weiter ein Leben zeitlich zurückliegt. Die Speicherräume der einzelnen Leben werden von den deutlich schmäleren Speicherräumen der Zwischenleben (den Leben auf der anderen Seite) wie mit stählernen Klammern zusammengehalten, so als ob den Prozessen in den Zwischenleben eine besondere Bedeutung für die Stabilität der seelischen Struktur eines Menschen zukäme. Jedenfalls wurde es dem Autor so gezeigt. Man kann auch Dinge über die Zwischenleben herausfinden. Hierfür muss man sich allerdings in einem tieferen meditativen Zustand auf die höheren Ebenen begeben, auf denen die Zwischenleben stattfanden. Es gibt alte und es gibt junge Seelen, solche mit sehr vielen und solche mit wenigen Leben als Mensch, Tier, Pflanze und Naturgeist. Wenn man in der Aura eines Menschen weit genug zurückgeht, findet man praktisch bei jedem Menschen Leben als Tier, Pflanze oder Naturgeist.Der Autor hält die Unterscheidung zwischen derzeitiger und permanenter Persönlichkeit eines Menschenfür zutreffend, wie sie in den Schriften des zypriotischen Heilers Daskalos beschrieben ist. (Daskalos: Esoterische Lehren: Die Botschaft des „Magus von Strovolos“, Knaur, München, 1991)

Die derzeitige Persönlichkeit ist die Persönlichkeit, die ein Mensch in seinem jeweiligen Leben annimmt, die permanente Persönlichkeit aber wird bestimmt durch die Summe aller seiner bisherigen Leben, auch derjenigen der Zwischenleben. In ihr sind die Erfahrungen aller Leben integriert. Die permanente Persönlichkeit ist die wahre Persönlichkeit eines Menschen. Sie wirkt auch in die derzeitige Persönlichkeit eines Menschen hinein. Dies hat zur Folge, dass die alten Seelen auch in ihrer derzeitigen Persönlichkeit in der Regel deutlich weiser sind als die jungen.  

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Der Namen viele trug ich durch die Zeit,

von ihrer Last hat mich die Zeit befreit…

Von manchen bröckelt Ruhm wie Blattgold ab,

und sinkt zu längst Vergessenem hinab…

In jedem Bild gemahnt ein Zug an mich,

ein Zug, nicht mehr, erst alle sind mein Ich! 

Aus Ephides, ein Dichter des Transzendenten, Anthos-Verlag, 69469 Weinheim, 1984.

Die Kraft der Heiligkeit ist mit dem höheren Selbst, dem göttlichen Teil des Menschen, verbunden. Das höhere Selbst wird über dem Kopf und im Herzen des Menschen gefunden, kann, wenn es darum gebeten wird, vorübergehend aber auch jeden anderen Platz im Körper einnehmen, an dem seine große spirituelle Kraft, die auch Heilkraft ist, benötigt wird. Nach der Kabbala hat nur sie „die Befugnis des Wortes vor dem heiligen König“. Die Kraft der Heiligkeit ist nicht nur mit dem höheren Selbst verbunden, sondern auch in der Aura eines Menschen gespeichert, wenn er einmal darüber verfügt hat. Man kann diese Kraft als Siddhi (außergewöhnliche Fähigkeit) auffassen, wie sie sich neben anderen nach Erfahrungen indischer Jogis als Folge langjähriger Meditation einstellt. Wer über die Kraft der Heiligkeit verfügt,  kann mit ihr außergewöhnliche Dinge tun: Spontan-Heilungen bewirken und Menschen zur Umkehr bewegen wie Pater Pio und auch die Spiritualität im Christentum erneuern wie Hugo Lassalle und andere noch lebende Priester und Zen-Meister usw. Die vor allem von dem Apostel Paulus eingebrachte Versöhnungs- und Erlösungs-Theologie wird von Willigis Jäger als gewaltige Hypothek bezeichnet. Erfahrungen zeigen jedoch, dass sie im Gegenteil vorwiegend positiv zu sehen ist. Wie viele andere Glaubenssätze auch ist sie im übertragenen Sinne wahr. Nach den Erfahrungen  des Autors besitzt sie einen hohen praktischen Wert für ein glückliches Leben des Moral-Wesens Mensch, der sich bei Verstößen gegen die Moral mit Krankheit selbst bestraft.

Christus

Christus (eigenes Foto)

994

Glaubens-Wahrheiten

werden aktualisiert

oder abgelöst!

995

Kraft der Heiligkeit

wird die Glaubens-Wahrheiten

aktualisier´n!

996 Glaubens-Wahrheiten

sind im höheren Sinne

richtig und wertvoll!

997 Die Erforschung desFeinstofflichen wird Glauben

durch Wissen ersetz´n! 

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Wilhelm Josef Giebel
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