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9.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 09.10.07: Im Kreuzgang des Essener Domes kann man Yggdrasil, den Baum des Lebens, besuchen, im Dom, den siebenarmigen Leuchter, ein Symbol des Lebensbaumes!

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Der feinstoffliche Baum des Lebens im Kreuzgang des Essener Doms

Yggdrasil als Kalligraphie von Christine Lehmann wurde auf dem Photo des Kreuzgangs des Essener Doms dort plaziert, wo der Baum des Lebens immergrün in die Höhe wächst und mit seiner Krone den Himmel überragt.

Ein erster kleinerer Kreuzgang lag bereits neben der karolingischen Gründungskirche. Er wurde im 10./11. Jahrhundert vergrößert.

Der große siebenarmige Leuchter im Essener Dom ist ebenfalls ein Symbol des Lebensbaumes. Er wurde um das Jahr 1000 aus Bronze gegossen und ist die älteste erhaltene, christliche Nachbildung des jüdischen Tempelleuchters. Seine Form entspricht dem Bild des jüdischen Tempelleuchters, der auf dem Titusbogen in Rom abgebildet ist. Der Essener siebenarmige Leuchter entstand während der Regierungszeit der Äbtissin Mathilde II, einer Enkelin Kaiser Otto des Großen und trägt auf Latein die Inschrift:

“Äbtissin Mathilde ließ mich anfertigen und weihte mich Christus.”

Nach der germanischen Mythologie ist der Baum des Lebens, Yggdrasil, der schönste und heiligste unter allen Bäumen. Er verbindet alle Ebenen des Seins. Seine immergrünen Zweige breiten sich über die ganze Welt aus; seine Krone überragt den Himmel. Da er unter dem Schutz der schicksalsbestimmenden Nornen steht, galt er auch als Schicksalsbaum. Im höchsten Geäst sitzt ein Adler, der vieles weiß. Unter seinen Wurzeln nistet ein Drache, der mit dem Adler in der Höhe in Fehde liegt. Eine seiner drei Wurzeln wird aus dem Brunnen Mimirs gespeist, der Quelle der Weisheit. Die Schlangen und Drachen, die an seinen Wurzeln nagen, können dem Baum nichts anhaben, da er sich unaufhörlich erneuert. Seiner Heiligkeit wegen war der Baum für Götter und Menschen auch die Stätte des Gerichts.

Wo die Germanen Gericht hielten, grünt und blüht deshalb unsichtbar für die meisten auch der Baum des Lebens, Yggdrasil.

 Lösung zur Frage von gestern: Yggdrasil erhebt sich rechts der Mitte des Photos seiner Bäume.

274

Mit der Krone den

Himmel überragend, trägt

Yggdrasil die Welt.

275

Wenn seine Zweige

zu zittern beginnen, sinkt

die Erde ins Meer.

Die alte Welt geht unter, 

doch dann wird Baldur herrschen. 

276

Wieder werden die

goldenen Tafeln im Gras

sich finden, die vor

Urtagen ihr eigen war´n,

unbesät Äcker tragen…

I

Aus der Seherin Gesicht, wie es von der Edda, der altnordischen Götter- und Heldendichtung überliefert wurde.

8.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 08.10.07: Im Vordergrund “unsichtbar” Yggdrasil, der Baum des Lebens! Ist Yggdrasil mehr links oder mehr rechts im Bild unten zu finden? Stellen Sie ihm eine Frage und bitten Sie um Antwort! Lösung morgen!

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Im Vordergrund “unsichtbar” Yggdrasil, der Baum des Lebens

Im Vordergrund “unsichtbar” Yggdrasil, der Baum des Lebens

Die Bäume wachsen in der Umgebung von Yggdrasil dichter und üppiger als anderswo. Die Kronen sind breit ausladend und die mächtigen Stämme verzweigen sich häufig. (Siehe auch die Informationen zu Yggdrasil im Blog vom 25.09.07!)

Ist Yggdrasil mehr links oder mehr rechts im Bild zu finden?  Lösung morgen!

Seine Schwingungen sind viel stärker als die einer Duftelfe oder eines Hütergeistes. Er durchmisst alle Ebenen und reicht bis zur höchsten Ebene hinauf. Je höher man seinen Stamm “in Gedanken hinaufgeht” - dies kann eine schamanische Reise sein, ohne dass den meisten bewusst ist, dass sie eine solche unternehmen -, um so hochrangiger sind die dort anzutreffenden Wesenheiten. Abgesehen von dem Wesen der höchsten Ebene, können sie uns viele Dinge lehren und sie sind auch bereit, dies zu tun. Stellen Sie ihnen eine oder mehrere Fragen, die Sie bewegen und bitten Sie um Antwort! Wenn Sie die Antwort nicht sofort erhalten oder verstehen können, bitten Sie die Wesenheit, sie Ihnen im ”Traum”zu geben! Wichtig ist, dass man sich bedankt.

Durch Yggdrasil erlangte nach der germanischen Mythologie schon Odin Weisheit.

Was ich feststellen kann, ist, dass diese unsichtbaren Lebensbäume in der Vergangenheit immer wieder einmal von Schamanen und Führern der Stämme aufgesucht wurde, um sich dort Rat zu holen.

Wenn Sie sich für Yggdrasil sensibilisieren, können Sie Yggdrasil selber im Wald finden! Ein Merkmal ist, dass dort die Bäume dichter und üppiger wachsen.

270

Morgen im Nebel,

doch dann heller Sonnenschein

auf gold´nen Blättern!

271

Töne schwingen tief

und festlich - Glockengeläut

am Sonntag-Morgen!

272

Yggdrasils Hallen -

Mächt´ge Buchen, dicht an dicht,

Kronen ausladend!

273

Klonk! Ich blicke hoch -

über mir Wildgänse tief

auf breiter Linie

in Richtung Süden fliegend,

hinter Wipfeln wegtauchend.

7.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 07.10.07:… Es schäumt das Meer in breiten Flüssen…

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Atlantik-Küste vor Namibia

Atlantik-Küste vor Namibia

Über dem Meer in der linken Hälfte des Bildes schwebt ein Meeres-Engel; in den Fluten nutzen Meeres-Nixen die Energie der Wellenbewegungen. Je nach Art der Wellen wechseln sie ihre Gestalt zwischen der eines “Kugelfisches” und der eines “Plattfisches”, einer “Flunder”.

Das Wasser ist Lebensraum einer großen Anzahl vielfältiger Naturgeister.

Lobgesang der Erzengel, Teil der 2. Strophe

Johann Wolfgang Goethe

Gabriel:

… Es schäumt das Meer in breiten Flüssen

Am tiefen Grund der Felsen auf,

Und Fels und Meer wird fortgerissen

In ewig schnellem Sphärenlauf.

267

Ist alles Sein Traum,

der sich allmählich erhellt?

Wer ist der Träumer?

I

Rückfrage an den Engel, mit dem Gitta Mallasz (Die Engel erlebt, Daimon Verlag, Zürich, 1990, S. 110 ff) kommuniziert hat. Das Haiku enthält einer seiner Botschaften. Er sagte auch:

DU WIRST GETRÄUMT.

268

Ist Leben als Mensch

tatsächlich eine Chance

aufzuwachen im

Licht eines vollständigen

Bewußtseins und Erkennens?

I

Dies sagte ebenfalls einer der Engel, denen Gitta Mallasz begegnete. Allerdings sei das Erwachen nicht in den Höhen des Intellekts zu finden, sondern im “Ganzen, in der Mitte, in IHM”. Eine der Botschaften des Engel lautete nämlich:

JEDER SCHRITT ZU IHM IST EIN ERWACHEN.

“Gott schläft im Stein, träumt in Pflanze und Tier und erwacht im Menschen”, heißt es. Und was ist mit den Engeln? Rumi, ein Mystiker, behauptete sogar, dass wir einmal “höher geflogen sein werden als die Engel”.

269

Als ich unter den

Linden vor dem Eingang zum

Dom stand, spürte ich,

ich komme nach Hause und

ich wunderte mich etwas.

6.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 06.10.07: Du mein Schmetterling … Flieg´ zum Licht, Seele!

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Relief eines antiken Sieges-Engels aus Ephesus

Relief eines antiken Sieges-Engels aus Ephesus (eigenes Photo)

Mit der Skulptur ist immer noch eine engelhafte Wesenheit verknüpft.

Der Engel lässt sich im kabbalistischen Lebensbaum der Sephira Nezach (Sieg, Erreichen) zuordnen. Nach Hans-Dieter Leuenberger ist dies u.a. der schöpferische und lebensspendende Aspekt der Natur. Der Nezach zugeordnete Erzengel ist Haniel, auch unter dem Namen Auriel bekannt.

Die der Sephira Nezach zugeschriebenen Engel sind die Elohim. Elohim ist aber nicht nur eine Engelklasse, sondern auch ein Gottesname, der den in Gott gleichzeitig enthaltenen weiblichen und männlichen Aspekt bezeichnet.

Dass Engel einen Gottesnamen tragen, erscheint ein Widerspruch. Um die Verwendung des Namens “Elohim” im Hebräischen zu erläutern, gibt Leuenberger folgendes Beispiel:

Als König Saul vor seinem Tod in der Schlacht mit den Philistern den Propheten Samuel durch die “Hexe von Endor” beschwören lässt, erscheint dieser ihm in einer Form, die im hebräischen Text als “Elohim” bezeichnet wird. Elohim ist also nicht nur ein Gottesname und eine Engelklasse, auch der Geist eines Propheten kann als Elohim in Erscheinung treten.

262

Kastanien glanzlos

und in den Schmutz getreten,

die Schalen zerquetscht.

263

Herbstwinde wehen!

Von hohen Pappeln tanzen

Blätter gelb herab.

264

Blau wird stumpfes Grau,

auch das Abendrot schwindet,

wenn das Dunkel naht.

I

Zwei Haikus von Tine

265

Willst du hier herein?

Ein Schmetterling gaukelt leicht

vor meinem Fenster.

266

Du mein Schmetterling,

tief steht schon die Herbst-Sonne,

flieg zum Licht, Seele!

I

Lösung zur Frage von gestern: Auf dem unteren Photo wurde die Melone photographiert, als sich die Duftelfe unmittelbar darüber aufhielt. Bei dem oberen Photo war die Duftelfe nicht in der Nähe.

Anleitung zur Lösung:

Wenn man versucht, die Schwingungen zu spüren, die durch ein Geistwesen auf einem Photo verursacht werden, sollte man sich als erstes in einem leicht meditativen Zustand auf die Frage einstimmen und sich dann etwas Zeit lassen, auch wenn man meint, die Antwort schon zu kennen, was durchaus der Fall sein kann. Die Antwort kann dann immer klarer und sicherer werden.

Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass man nicht versucht, etwas zu konstruieren. Wenn man z.B. fälschlicherweise meint, es kann nur eine bestimmte Lösung infrage kommen, dann kann es sehr leicht sein, dass man ein Feld aufbaut, das die falsche Vorstellung darstellt. Der Mensch kann so etwas sehr gut. Andere spüren diese Gedankenform  und halten sie dann auch für die Lösung. Diese gelegten Felder haben aber die Eigenschaft, dass sie nicht lange bestehen bleiben. Wie lange, ist unterschiedlich. Am nächsten Tag sind sie gewöhnlich wieder verschwunden, viele auch eher. Was ich sagen will, ist, dass man mit Zurückhaltung an die Frage herangehen und die Antwort nicht erzwingen sollte. Die eigenen Vorstellungen, das eigene Wünschen und Wollen müssen im Hintergrund bleiben. Wenn man die Frage gestellt hat, sollte man warten, was an Vorstellungen und Gefühlen auf einen zukommt. Mit etwas Geduld lässt sich das lernen, wenn man es denn möchte.

Wenn man sich mit der Hand mit der Bitte, die Duftelfe zu spüren, dem oberen Melonen-Photo aus etwa 70 cm Höhe allmählich nähert, dann sollte man vielleicht 10 bis 15 cm über dem Photo einen Widerstand oder (und) Wärme spüren, bei dem unteren Photo dagegen Widerstand oder (und) Wärme schon in der größeren Höhe von etwa 30 cm oder etwas mehr. Widerstand oder (und) Wärme können dann auch größer sein. Statt Widerstand bzw. Wärme spüren manche auch ein “Kribbeln”. Das “Kribbeln” ist umso intensiver, je stärker das Feld ist. Viel Spaß und Erfolg!

5.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 05.10.07: In welcher der beiden Netz-Melonen hält sich gerade eine Duftelfe auf? Lösung morgen!

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Melone mit oder ohne Duftelfe?

Hält sich die Duftelfe in dieser Melone auf?

Stark duftende Netz-Melone, die in kurzen Abständen von einer Duftelfe besucht wird!

Die Melone wurde einmal mit und einmal ohne Duftelfe photographiert. Auf welchem der beiden Photos schwebt die Duftelfe gerade über der Melone, auf dem Photo oben oder auf dem Photo unten? Man kann es versuchen zu spüren, zu “sehen” oder mit Pendel oder Wünschelrute herauszufinden versuchen. Nach meinen Erfahrungen können dies die meisten Menschen, wenn sie nur ein wenig üben. Bei dem, der sich darauf einläßt, entwickeln sich diese Fähigkeiten. Manche können es auch schon sofort, Frauen eher als Männer. Muggels im Sinne von Harry Potter sind  wahrscheinlich nur Menschen, die sich nicht auf ein solches “Spüren” und “Sehen” einlassen wollen, aus was für Gründen auch immer.

Mitteilung der Lösung morgen, am 06.10.07

Die Tibeter kennen die Duftelfen. Wenn man Duftelfen davon abhält, eine duftende Melone z.B. zu besuchen, dann baut sich um die Melone herum in kurzer Zeit ein außerordentlich starkes Energiefeld auf, in dem Planzen wahrscheinlich nicht gedeihen können. Duftelfen und duftende Pflanzen, wie insbesondere die duftenden Blütenpflanzen, leben in Symbiose miteinander. Ohne die Duftelfen hätten Pflanzen wahrscheinlich keine Duftstoffe zur Anlockung von Insekten für die Bestäubung entwickeln können.

Eine Sensitive sagte mir einmal, für sie wären die Duftelfen, die gerade einen blühenden Kirschbaum besuchten, wie die Biene Maja, die ja auch von Blüte zu Blüte schwebt. Im Unterschied zu den Bienen halten sich die Duftelfen jedoch immer nur für Sekunden bei einer duftenden Blüte auf, dafür kehren sie jedoch viel rascher wieder zurück.

Duftelfen sind in eine Hierarchie eingebunden und haben wie andere Elfen auch ihre Dörfer und Städte. In normalen Nächten treffen sie sich zu Dreien zum Kreistanz. In Vollmondnächten nehmen an dem Kreistanz, so weit ich das beobachten konnte, die doppelte Anzahl dieser Wesen oder mehr teil. Die höheren Elfen singen auch bei ihren Tänzen. Ich kenne Sensitive, die den Elfen Lieder ablauschen.

Und natürlich kommen auch Duftelfen, wenn man ein Bad mit Melisse, Rosmarin oder einem anderen Duftöl nimmt, so wie das in dem Tanka Nr. 7 vom 23.08.07 beschrieben ist und Duftelfen umschweben auch Frauen und Männer, die Parfüm verwenden. Duftelfen erhöhen dann ihre Anziehungskraft, denn nicht nur Engel, auch Elfen strahlen ”Freude” aus. (Die Schwarzelben der germanischen Sage natürlich nicht.)

7

Ich war heute mit

Melisse in der Wanne

und ich hab´auch Tee

mit der Sanften getrunken;

morgen wähl´ ich Rosmarin!

I

Die sanfte Melisse entspannt und besänftigt, die feurige Rosmarin kräftigt und belebt.  

Ich habe einmal eine Duftelfe gebeten, mich nachts im Schlaf zu besuchen. Ich dachte mir, dass ich sie im “Traum” besser sehen könnte. Am Morgen konnte ich mich aber an nichts erinnern. Ich habe ihr dann eingeschärft, mich noch einmal zu besuchen und mir keine Ruhe zu geben, bis ich sie gesehen hätte. In der Nacht wurde ich halb wach, weil ich mit der Hand nach etwas schlug, das sich in der Nähe meines Kopfes aufhielt: “Weg, weg!” rief ich. Auf einmal mußte ich laut lachen. Mir fiel ein, dass dies ja die Duftelfe war, die mir keine Ruhe lassen sollte, bis ich sie bemerkt hätte. Ich habe mich dann entschuldigt und bei ihr bedankt. Tatsächlich hatte ich sie im Halbschlaf auch gesehen. Ich hatte einen Eindruck von ihr wie von einem großen blauen Schmetterling.

258

Duftelfen schweben

in blühenden Sträuchern von

Blüte zu Blüte.

259

Elfenglück ahnen

wir, wenn Blütenpracht das Herz

höher schlagen lässt.

260

Blütenblätter am

Boden verstreut. Jetzt hüten

Elfen den Samen.

261

Elfen und Engel -

die Namen sind ähnlich.

Über die Völker

der Elben wachen Engel,

wie über alles Leben!

4.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 04.10.07:…da steigt zur Wandlung ein so mächtiger Engel herab, wie ich ihn nie “sah”!

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Seraphim, wie er von Jesaja, geb. 765 v. Chr., gesehen wurde

Seraphim, wie er von Jesaja, geb. 765 v. Chr., gesehen wurde. In seiner Vision besitzen die Seraphim sechs Flügel, und jedes der drei Flügelpaare hat eine andere Funktion. (Photo von einem Wandgemälde in einem Kloster auf Zypern)

Auf den kabbalistischen Baum des Lebens bezogen, “kommt” dieser Engel von der Sephira Tipheret, (Harmonie und Schönheit) und ist ein Malachim, ein Bote.

Der Erzengel der Sephira Tipheret ist Michael. Dieser verkörpert den Feueraspekt Gottes in der Form von “Lichtkraft und brennender Hitze” und wird deshalb in der Kabbala oft als ”Fürst des Lichts” bezeichnet. In Bezug auf die Erde repräsentiert Michael auch die Sonnenkraft.

(Letzter Abschnitt nach Hans-Dieter Leuenberger: Engelmächte, Verlag Hermann Bauer, Freiburg im Breisgau, 1991)

254

Der Engel Schar ist

vielgestaltig. Sie sind Licht,

das Freude ausstrahlt.

255

Engel sind Mittler

zwischen Gott und den Menschen,

zwischen dem Ew´gen

und der Welt in Raum und Zeit.

Engel hüten das Leben!

Zu 255

Alles hat seine Engel: Zeiten und Jahre,

Flüsse und Meere, Früchte und Gras,

Schnee und Wolken, die Sterne!

I

Aus dem slawischen Handbuch

256

In der Versenkung

zurückkehren und wieder

Teil des Ursprungs werd´n.

257

Als der Priester und

Zen-Meister die Messe liest,

da steigt zur Wandlung

ein so mächtiger Engel

herab, wie ich ihn nie “sah”!

I

Auf den kabbalistischen Baum des Lebens bezogen, kommt dieser Engel bei der heiligen Wandlung von der Sephira Kether, der Krone, der höchsten Ebene und ist ein Engel des Metatron. Der Name Metatron ist vermutlich aus der griechischen Sprache abgeleitet ”Meta tronos”, was “Deinem Thron nahestehend” bedeutet.

Lobgesang der Erzengel, 1. Strophe

Johann Wolfgang Goethe

Raphael:

Die Sonne tönt nach alter Weise

in Brudersphären Wettgesang,

und ihre vorgeschriebne Reise

vollendet sie mit Donnergang.

Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,

wenn keiner sie ergründen mag;

die unbegreiflich hohen Werke

sind herrlich wie am ersten Tag.

3.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 03.10.07: Himmel und Erde ruh´n in einem Himmelbett aus weißem Nebel!

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Strauch mit goldenem Laub im Herbst

Buntes Farbenspiel der Blätter im Herbst

Über dem Strauch befindet sich ein kleiner “Einstrahlpunkt”, der kosmische Energie zur Erde leitet. Radiästheten (Rutengeher) kennen solche Einstrahlpunkte und betrachten sie gewöhnlich als unbeseelt. In Wirklichkeit leben in ihnen jedoch Wesen, die sich grundlegend von den meisten anderen Naturgeistern, den Elben und Elbenartigen, unterscheiden. In gewissem Sinne führen sie eine Art Oberaufsicht.  Sie bestimmen in starkem Maße, wer unter den Naturgeistern das Sagen hat.

249

Buntes Farbenspiel

der Blätter im Nebelglanz;

Herbst im Prachtgewand.

250

Himmel und Erde

ruh´n in einem Himmelbett

aus weißem Nebel.

251

Himmel und Erde,

verhüllt von weißem Nebel,

zeug´n neues Leben:

In die Erde gelegter

Samen beginnt zu keimen!

252

Durch formloses Grau

fliegt ein Vogel oder war

es ein dürres Blatt!

253

Kurz und “salzig” war

das Gespräch mit dem Priester

und Meister des Zen.

I

Ist der Mensch das Salz der Erde?

2.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 02.10.07: Die Himmels-Scheibe von Nebra und das Boot Tianchuan in der Milchstraße!

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Die Sonnenbarke auf der Himmelsscheibe von Nebra und das Boot Tianchuan in der Milchstraße

Die Himmels-Scheibe von Nebra mit der “Sonnenbarke” (Photographie einer Magnetplakette aus dem Neandertal Museum)  und das Boot Tianchuan in der Milchstraße als altchinesisches Sternbild sowie als I-Ging Sternbild des Monats der Herbst-Tagundnachtgleiche.

(Die Ausstellung zur Himmels-Scheibe im Neandertal Museum wird über Oktober 2007 hinaus verlängert.)

Diskussion des Sternbildes des Bootes Tianchuan in ”Das Dreifaltige Himmelszelt im Entschlüsselten I-Ging“.

Der Pfeil zeigt auf die goldene ”Sonnenbarke” der Himmelsscheibe von Nebra, die um 1600 v.Chr. vergraben wurde. Die Gruppe der sieben kleinen Plättchen stellt vermutlich das Sternbild der Plejaden dar, das auch unter dem Namen Siebengestirn bekannt ist. Nach astronomischen Untersuchungen markiert die abgebildete Konstellation zunehmender Mond und Plejaden in der Bronzezeit den 10. März, die der Plejaden mit dem Vollmond den 17. Oktober, in beiden Fällen sichtbar am Westhimmel kurz vor Untergang der Plejaden. Die beiden Zeitpunkte markieren damit den Beginn und das Ende der Vegetationsperiode, die für bäuerliche Kulturen für das Säen und Ernten von großer Bedeutung sind. Wie von den beweglichen christlichen Festen, wie Ostern, bekannt ist, verschiebt sich das Datum der einzelnen Mondphasen von Jahr zu Jahr und damit auch das Zusammentreffen der untergehenden Plejaden mit dem Vollmond bzw. der Plejaden mit dem zunehmenden Mond.

Die beiden Termine auf der Himmels-Scheibe von Nebra stehen deshalb auch für die Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche, an denen Tag und Nacht gleich lang sind und sich die Waage halten. Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche markieren Beginn und Ende der Vegetationsperiode auf eine exakte Weise. Allerdings war es einfacher die Plejaden und den Mond zu beobachten als die Termine der Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche festzulegen. Dies war wohl einer höher entwickelten Kultur vorbehalten in Übereinstimmung damit, dass die “Sonnenbarke” erst später auf der Himmelsscheibe von Nebra angebracht wurde.

Ein Symbol für etwas, das sich im Gleichgewicht befindet, ist nämlich ein Boot. Wenn es sich nicht im Gleichgewicht befindet, besteht die Gefahr, dass es kentert und sinkt.

Die “Sonnenbarke” auf der Himmelsscheibe von Nebra ist deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit ein Symbol für die Tagundnachtgleiche,

zumal im alten China das Sternbild des Bootes Tianchuan in der Milchstraße nach dem Weisheitsbuch I-Ging dem Monat der Herbst-Tagundnachtgleiche zugeordnet ist. Die Milchstraße dachte man sich als himmlischen Fluss. Den Hexagrammen, welche das Boot Tianchuan darstellen, entsprechen bei ihrer graphischen Darstellung im “Kreis des frühen Himmels” bevorzugt Waagerechten. 

Die chinesische Astronomie hat eine lange Tradition. Die ältesten bekannten Sternbilder, nämlich Großer Wagen, Tiger und azurner Drache stammen aus der Zeit um 4000 v. Chr. Um 1000 v. Chr. wurde eine Sternkarte mit 44 Sternbildern angefertigt, zu denen 141 Sterne gehören. Das Sternbild des Bootes Tianchuan in der Milchstraße wurde von dem Astronomen Shi Shi überliefert, der im 4. Jahrhundert v. Chr. lebte. Wie lange es schon vorher existiert hat, ist nicht bekannt. Zu dem Sternbild gehören neun Sterne aus dem westlichen Sternbild Perseus. Nach Sonnenuntergang war das Boot Tianchuan um 1600 v. Chr. am östlichen Himmel zu finden. Es kulminierte etwa um Mitternacht. In der Zeit, zu der damals die nächtlichen Feiern zur Herbst-Tagundnachtgleiche stattfanden und auch noch 1000 Jahre später, war es bei klarem Herbst-Wetter am Himmel zu sehen.

In Hexagramm 15 des I-Ging, das zusammen mit Hexagramm 16 die Herbst-Tagundnachtgleiche im ersten Jahr darstellt, heißt es:

“…So verringert der Edle, was zu viel ist und vermehrt, was zu wenig ist. Er wägt die Dinge und macht sie gleich.” (nach Richard Wilhelm)

Auch der Mensch soll bei sich einen solchen Ausgleich vornehmen und sein seelisches Gleichgewicht finden. Die beiden Hexagramme 63 und 64, in denen es um Vollendung geht, stellen die Herbst-Tagundnachtgleiche im dritten Jahr dar.

Zu den Tagundnachtgleichen feiern nach altchinesischer Vorstellung die beiden grundlegenden Kräfte des Kosmos Yin und Yang Hochzeit. Als Licht und Dunkelheit halten sie sich an den beiden Terminen das Gleichgewicht.

243

Boot Tianchuan

muss sein Gleichgewicht wahren,

ebenso der Mensch!

I

Ein Haiku aus dem oben genannten Buch.

244

Am Himmel künden

Sternbilder bereits von der

kalten Jahreszeit!

245

Unsichtbar für uns,

stehen die Sterne auch tags-

über am Himmel.

246

Der Tag wird kürzer;

mit dem Licht geht der Sommer.

Im Wind Herbst-Geruch!

247

Der Wald ist noch grün,

die Blätter noch nicht vergilbt,

doch der Wind weht kühl.

248

Jenseits des Flusses

schimmert grün in der Ferne

das Dach des Domes!

1.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 01.10.07: Yggdrasil, der Baum des Lebens, im Herbst!

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 01:14

Yggdrasil, der Baum des Lebens, im Herbst, der Zeit Reife und des Wandels

Yggdrasil, der Baum des Lebens, im Herbst, der Zeit der Reife und des Wandels,

Kalligraphie von Christine Lehmann, Herbst 2007

239

Alles mit allem

verbunden; mit Yggdrasil

Tine zur Herbstzeit.

240

Unter ihrem Baum

Kastanien in großer Zahl,

die niemand sammelt!

241

Wandern im Herbstwald:

Im Laub unter den Füßen

Bucheckern spüren!

242

Dunstschleier dämpfen

das Licht des Mondes, der schon

längst nicht mehr rund ist.

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