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10.9.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 10.09.07: Herausgesprungen aus stacheligen Schalen!

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 14:08

121

Seit Kindertagen

sammeln wir braun glänzende

Kastanien, wenn sie,

vom Baum gefallen, aus den

stach´ligen Schalen springen.

 122

Den samtenen Glanz

der Kastanien schenkt uns der

Herbst jedes Jahr neu.

kastanien-2007.JPG

123

Jedes Jahr neu schenkt

uns der Herbst den samtenen

Glanz der Kastanien.

124

In tiefen Tälern

mit grünen Wiesen einem

Bachlauf folgen, dem

Murmeln der Wellen lauschen

und sich verzaubern lassen.

125

Weiß gewellt und schnell

strömt der Bach in den See und

verliert sich murmelnd

in graugrünen Tang-Feldern,

an denen ein Blesshuhn zupft.

126

Auf der Bank am See

eintauchen in die Sphäre

der Wasservögel,

Bisamratten und Fische

unter milder Herbst-Sonne.

127

Von der Erle schwebt

eine Feder zur Erde.

Der silbergraue

Reiher oben im Wipfel

hat sie eben verloren.

128

Über der Brücke

Seelen der Menschen, die hier

in den Tod sprangen.

8.9.2007

Haikus und Tankas, 09.09.07: Dahlien und…

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 10:47

pict0794jpg-weise-dahlien.jpg 

119

Mensch aus dem Menschen

geboren, Deine Seele

wohnt im Ewigen!

120

Essenz des Glücks senk´

dich herab auf uns beide,

die wir hier stehen

und uns die Hände reichen,

um miteinander zu geh´n!

Haikus und Tankas, Jotin, 08.09.07: Die weißen Lilien

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 01:40

 

110

Vom Gebirge her

strömen die grauen Fluten

wie ewig zum Meer.

111

Bis hin zum fernen

Ufer und hohen Himmel

grell flirrendes Licht.

112

Wenn Tine Steine

über das Wasser hüpfen

lässt, ist sie glücklich.

113

Wenn die Nacht anbricht,

steigt vom Grund des Stroms das Schloss

der Nixen empor.

114

Geister des Wassers

inkarnieren in Menschen,

die am Fluß leben;

Kinder mächt´ger Strom-Engel,

die über ihr Schicksal wach´n.

115

Die weiße Lilie -

Symbol von Königen und

der reinen Herzen.

lilienpict0881_edtmp.JPG

 116

Tine malt Lilien.

Sie muss. Ein Engel hat sie

damit beauftragt.

117

Als ich ihr Haiku

geschrieben hatte, kam die

Wildtaube, setzte

sich auf den Zaun und schaute

vertrauensvoll zu mir her.

118

Eicheln fallen mit

lautem Knall auf die Erde,

sagen: “Wir sind reif!”

7.9.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 07.09.07: Der Ewige und das Heilige

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 09:03

dreifaltigkeit-pict0868.JPG

Die Heilige Dreifaltigkeit

Russische Ikone des Andrej Rublew, 15. Jahrh.

102

Drei hehre Engel

am Tisch um den gold´nen Kelch.

Im Flusse der Zeit

aufscheinend das Ewige

in heiliger Ikone.

103

Jude trägt Thora,

Widerschein des Ewigen

in Gesicht und Gang.

104

Menschen nähern sich.

Der Vordere trägt ein Kreuz.

Noch weiter vorne

schwebt in der Höh´ein Engel.

Er trägt das Allerheil´gste.

105

In Buddhas Garten

harkt ein Mönch tief versunken

die Kieselsteine.

106

In dem Herz, das Gott

liebt, strahlt das Heil´ge heller

als tausend Sonnen.

107 

Das Heilige heilt.

Es ist Teil von Gottes Kraft,

die unerschöpflich.

108

Das große DAO,

Ursache auch des Kleinsten

und des Geringsten.

109

Was ist das DAO?

Worte umkreisen es nur.

In der Versenkung

jedoch ist es Quell großer

Kraft und tiefer Erkenntnis.

(Erweitertes Tanka aus “Das Dreifaltige Himmelszelt im Entschlüsselten I-Ging” ,

S. 21, BoD-Verlag, Norderstedt, 2007)

6.9.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 06.09.2007: Da strahlen Dahlien wie kleine Sonnen!

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 01:35

97

Den Himmel schmückend,

schenkt die Morgen-Sonne den

Wolken Perlmutt-Glanz.

 pict0784jpg-dahlien-viele-favorit.jpg

98

Dunstschleier dämpfen

das Licht. Da strahlen Dahlien

wie kleine Sonnen.

99

Kaktus- und Ponpon-

Dahlien in spitzen und

runden Formen und

vielen Farben, gelb und rot!

Den Duft suchst Du vergebens.

 pict0732jpg-gotterquelle.jpg

100

Diese Heilquelle,

einst den Germanen heilig,

heute umschlossen

von den Grundmauern einer

abgerissenen Kirche.

101

Heiliger Gesang

des Engels der Christen und

der Wasser-Mutter.

5.9.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 05.09.2007: Steigen vom Feld auf mit sirrendem Flügelschlag!

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 11:28

90

Wenn das Licht morgens

zurückkehrt, erschafft es den

Tag und die Welt neu.

91

Schneeweiße Wolken

schwimmen im hohen Himmels

Lapislazuli,

in dem schönsten Engelsblau,

das ich jemals erblickte.

 pict0842-kondensstreifen-1.jpg

92

Flugzeuge ziehen

weiße Striche über den

Himmel, die zerfas´rn.

93

Die Astern so blau

und der Sonnenhut so gelb -

Geschenk des Herbstes.

94

In der klaren Luft

ist die Erde so farbig

und vielgestaltig.

Da habe ich mich doch jetzt

von neuem in sie verliebt.

95

Steigen vom Feld auf

mit sirrendem Flügelschlag -

die Ringeltauben.

96

Eben noch heller

Sonnenschein, doch dann prasselt

schon Regen nieder.

4.9.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 04.09.2007: Im Tempel-Garten!

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 13:24

Fische im Tempelgarten 

 82

Zierfische im Teich

des Tempel-Gartens. Über

ihnen der Hüt´r-Geist.

83

Eine Wildtaube

im Tiefflug an den Stämmen

vorbei ins Freie.

84

Schon vertrocknen die

schwarzen Holunder-Beeren

an ihren Zweigen.

85

Die Luft glitzert hell

an diesem schönen Herbst-Tag.

Das Auge reicht weit.

86

Schon sinkt die Sonne

an diesem Spätsommer-Tag

hoch über dem Fluss,

taucht die Welt in gold´nes Licht.

Unten Quarren von Enten.

87

Die schwarzen Flügel

weit gespreizt - der Kormoran

mitten auf dem Fluss.

88

Kanada-Gänse

schwimmen in Formation

im grünen Wasser

des Flusses, so wie sie auch

über den Himmel fliegen.

89

Der weiße Stirnfleck

auf dem schwarzen Gefieder -

der Blesshühner Yang.

3.9.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 03.09.07: Sonne und Stier

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 14:00

 Sonne und Stier

70 

Sonne und Stier, die

Archetypen von Klarheit

und Emotion,

hier von Tine in einem

Pinselstrich auf Papier g´tuscht.

71

Alte Schriftzeichen,

was ist euer Geheimnis?

Ihr verzaubert mich.

72

Wenn Haikus das Herz

der Liebsten klingen lassen,

dann auch den Kosmos!

73

Noch kein Morgenrot,

nur ein Lichter-Widerschein

über der Großstadt.

74

Tiefer Talkessel

bis auf die Höhen hinauf

gefüllt mit Bäumen.

75

Wohin der Blick geht,

Äste-Gewirr von Bäumen

in Nebelschleiern.

76

Ein Wurzelboden

senkrecht nach oben gekippt;

dahinter ein Gnom!

77

Würziger Geruch

des sonnigen Herbst-Tages,

nebelgeboren.

78

Auf dem Stoppelfeld

spinnt die Sonne Stroh zu Gold

im späten Sommer.

79

Große Kürbisse,

reif und dickbäuchig, leuchten

gelb aus dunklem Grün.

80

Die Straße voll von

braun glänzenden Kastanien;

herausgesprungen

aus ihren Stachelschalen

fühlen sie sich an wie Samt.

81

Hat mein Auto den

Kastanien-Test bestanden?

Ich such´nach Beulen.

1.9.2007

Haikus und Tankas, 01.09.07: Sonne als blasse Scheibe…

Abgelegt unter: Uncategorized — admin @ 09:46

63

Mitten in der Nacht

Lärm! Ein Paket Zeitungen

flog auf die Straße.

64

Haikus schreiben sei

Lauschen leiser Zwiesprache

von Herz und Natur?

65

In einer Lücke

zwischen Wolken die Sonne

als blasse Scheibe!

66

Der Wald ist noch grün,

die Blätter noch nicht vergilbt,

doch der Wind weht kühl.

67

Noch blühen Rosen

prachtvoll rosa, weiß und gelb

in milder Sonne!

68

Um den schlanken Hals

große gelbe Bernsteine

aus baltischer See.

69

Der gelben Rose

in ihren Händen schenkt sie

ihre Fürsorge.

Da schwebt die Rosen-Fee zu

ihr hin und begleitet sie.

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